BioNTech-Aktie im Fokus: Goldman Sachs sieht Onkologie-Sparte als Milliarden-Chance
• Goldman Sachs stuft BioNTech hoch
• Neues Kursziel impliziert ein kräftiges Aufwärtspotenzial
• Für das Jahr 2026 werden sieben klinische Datenveröffentlichungen in der Spätphase (Late-Stage) erwartet
Strategische Neuausrichtung von BioNTech: Jenseits von COVID-19
Goldman Sachs hat am Freitag die Bewertung der BioNTech-Aktie angepasst. Die Einstufung wurde von "Neutral" auf "Buy" angehoben, das Kursziel wurde von 115 US-Dollar auf 142 US-Dollar hochgeschraubt. Die Analysten begründen ihre optimistische Einschätzung mit der klaren Positionierung von BioNTech im Bereich der Onkologie der nächsten Generation. Das Unternehmen konzentriert sich insbesondere auf bispezifische Antikörper (wie BNT327) und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs). Diese Technologien haben laut der Bank das Potenzial, die Wirksamkeit von Krebstherapien auf eine neue Stufe zu heben, nachdem Standardtherapien wie PD-1-Inhibitoren in Kombination mit Chemotherapie bereits vor Jahren etabliert wurden.
BioNTech zielt mit seinem breiten Portfolio auf einen Gesamtmarkt von über 100 Milliarden US-Dollar ab. Trotz bestehender Wettbewerbsrisiken durch andere Pharma-Riesen bietet BioNTech laut Goldman Sachs ein "einzigartiges Chance-Risiko-Verhältnis". Das Ziel des Unternehmens bleibt bestehen, bis zum Jahr 2030 zu einem Multi-Produkt-Onkologie-Unternehmen mit mehreren Marktzulassungen heranzureifen.
BioNTech-Aktie unter der Lupe: Analysten-Konsens und Marktdaten
Das allgemeine Stimmungsbild an der Wall Street ist derzeit sehr positiv. Laut aktuellen TipRanks-Daten wird die Aktie als "Strong Buy" eingestuft, basierend auf 12 Kaufempfehlungen und 3 Halteempfehlungen, wobei kein Analyst zum Verkauf rät. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 141,93 US-Dollar fast deckungsgleich mit der neuen Prognose von Goldman Sachs. Basierend auf dem NASDAQ-Schlusskurs vom Freitag (109 US-Dollar, +2,76 Prozent) ergibt sich daraus ein rechnerisches Potenzial von etwa 30,2 Potenzial.
Anleger blicken nun gespannt auf den 10. März, wenn das Management detaillierte Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr und einen aktualisierten Ausblick auf die Forschungsfortschritte im Jahr 2026 geben wird.
Redaktion finanzen.net
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