Aktien von adidas und PUMA sacken ab: RBC senkt adidas-Rating - Rückschlag für PUMA-Übernahmefantasie
Der Sportwarenhersteller schlage sich in einem recht schwierigen globalen Marktumfeld gut, doch die Konsensschätzungen für 2026 seien hoch, begründete Piral Dadhania seine am Freitag vorliegende Neubewertung. Trotz der niedrigen Bewertung, welche die Aktie stütze, sehe er nur begrenzt Kurstreiber. Dadhania bevorzugt US-Konkurrent Nike.
adidas auf Tief seit fast 3 Jahren
Die Aktien von adidas sind am Freitag mit 142,55 Euro auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren abgesackt. Nach dem Rutsch unter die Chartunterstützung bei 150 Euro verloren die Papiere 6,5 Prozent. Zuletzt ging es via XETRA zeitweise um 5,94 Prozent abwärts auf 143,40 Euro.
Analyst Piral Dadhania von der kanadischen Bank RBC stellte die Anleger auf eine mögliche Enttäuschung ein, wenn adidas anlässlich der Jahresbilanz 2025 Anfang März die Ziele für das neue Jahr ausgibt. Typischerweise sei der Ansatz konservativ und daran dürfte sich nichts ändern, so der Experte. Er rechnet mit einer Spanne zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden Euro für das operative Ergebnis - damit läge man, gemessen am Mittelpunkt, etwa 10 Prozent unter dem Konsens.
Dadhania strich seine Empfehlung für die Aktien, obwohl er sie für günstig bewertet hält. Das Branchenumfeld sei ohnehin schwierig, geprägt von Überangebot und Änderungen im Konsumverhalten der Chinesen.
PUMA sacken ab - Rückschlag für Übernahmefantasie
Auch PUMA tendierten zuletzt mit über 11,65 Prozent Abschlag bei 19,03 Euro sogar noch schwächer.
Die seit längerer Zeit kursierenden Spekulationen über eine Übernahme des deutschen Sportartikelherstellers Pumahaben am Freitag einen Dämpfer erhalten. Ein Händler verwies auf einen Bericht, demzufolge die Gespräche der französischen Milliardärsfamilie Pinault mit dem chinesischen Konzern Anta Sports beendet seien.
Schon seit Ende vergangenen Jahres gilt Anta, dem bereits die Sportartikelmarke Fila und der Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin gehören, als Interessent an Puma. Eine mögliche Übernahme steht und fällt aber mit der Bewertungserwartung der Pinault-Familie, die nach Puma-Angaben knapp 30 Prozent der Anteile am Sportartikelhersteller hält.
/rob/gl/ag
Veröffentlichung der Original-Studie: 22.01.2026 / 17:33 / EST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 23.01.2026 / 00:45 / EST
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NEW YORK (dpa-AFX)
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