Konsumklima im Aufwind: GfK meldet Erholung der Verbraucherstimmung
Der von GfK und NIM ermittelte Konsumklima-Indikator prognostiziert für Februar im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg um 2,8 Zähler auf minus 24,1 Punkte. Damit setzt das Barometer zu einer Erholung an, wenngleich das Niveau im historischen Vergleich weiterhin niedrig bleibt. Getragen wird die Aufwärtsbewegung vor allem von einem sprunghaften Zuwachs bei den Einkommenserwartungen.
"Mit dem aktuellen Anstieg kann das Konsumklima die starken Verluste aus dem Vormonat zu einem wesentlichen Teil gutmachen", erklärte Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. "Die Erhöhung des Mindestlohnes zum 1. Januar 2026 sowie gesunkene Inflationsängste beleben offenbar die Aussichten auf bessere Einkommen." Ob sich der Trend festigen könne, bleibe jedoch abzuwarten; die aktuelle Aufhellung stehe angesichts geopolitischer Spannungen durchaus auf tönernen Füßen.
Besonders bemerkenswert ist die Dynamik bei der finanziellen Lage: Der Einkommensindikator gewinnt im Januar 12 Zähler hinzu und weist nun einen positiven Wert von 5,1 Punkten auf. Die Verbraucher profitieren hierbei von einer Entspannung an der Preisfront. Die Inflationsrate in Deutschland war zuletzt im Dezember 2025 auf 1,8 Prozent gesunken, was die Kaufkraft stärkt.
Im Sog der verbesserten Einkommensaussichten legt auch die Anschaffungsneigung zu. Der Indikator kletterte um 3,5 Zähler auf minus 4,0 Punkte - der beste Wert seit März 2022. Die Sparneigung hingegen zeigt sich in diesem Monat nahezu unverändert. Sie stagnierte mit einem minimalen Rückgang von 0,8 Zählern bei knapp 18 Punkten und hatte somit keinen wesentlichen Einfluss auf die aktuelle Verbesserung des Gesamtklimas.
Auch der Blick auf die Gesamtwirtschaft wird optimistischer. Die Konjunkturerwartung legte um 5,4 Zähler auf 6,6 Punkte zu und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach einer Phase der Stagnation gehen Experten davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 auf einen moderaten Wachstumspfad zurückkehrt und mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt von etwa einem Prozent rechnen kann.
DJG/apo/hab
DOW JONES
Bildquelle: GfK