DroneShield-Aktie hebt weiter ab: Belastungsfaktoren treten in den Hintergrund
• DroneShield-Aktie erneut auf Erfolgskurs
• Anleger ignorieren Belastungsfaktoren
• Starke Auftragslage überzeugt
DroneShield zeigte sich am Dienstag an der Börse in Sydney deutlich fester: Die Aktie verabschiedete sich mit einem Plus von 7,83 Prozent bei 3,720 AUD aus dem Handel und setzte damit ihre positive Dynamik vom Wochenstart fort. Trotz zwischenzeitlich starker Schwankungen hat der Anteilsschein seit Jahresstart bereits rund 20 Prozent zugelegt, auf Sicht der letzten zwölf Monate haben Investoren sogar ein sattes Plus von mehr als 490 Prozent in ihren Depots. Getrieben wurde die Bewegung insbesondere von einer Folge größerer Verteidigungsaufträge und der Aussicht auf weiter steigende Sicherheitsbudgets weltweit.
Negativfaktoren rücken in den Hintergrund
Noch in der Vorwoche hatte der Anteilsschein auf den Verkaufszetteln der Anleger gestanden - trotz starker Zahlen und auch wegen einer Kapitalerhöhung, die am Markt alles andere als gut ankam.
Auftragsflut und volle Bücher für 2026
Fundamentaler Rückenwind kommt von einer deutlich gewachsenen Auftragsbasis: Zum Jahresende 2025 meldete DroneShield zusätzliche Militärverträge im Volumen von 14,4 Millionen AUD, wodurch das gesicherte Umsatzfundament für 2026 auf knapp 100 Millionen AUD anschwoll. Gleichzeitig stellen hochvolumige Einzelaufträge - etwa ein millionenschwerer europäischer Rahmenvertrag für tragbare C-UAS-Systeme - einen wichtigen Beleg dafür dar, dass sich das Unternehmen in der internationalen Verteidigungslandschaft etabliert hat. Ein Teil dieser Bestellungen soll bereits im ersten Quartal 2026 ausgeliefert und in Cash umgewandelt werden, was den Fokus der Anleger auf Margenentwicklung und operative Umsetzung richtet.
Vom Nischenanbieter zum Rüstungs-Tech-Player
DroneShield ist ein auf Drohnenabwehr und elektronische Kriegsführung spezialisierter Verteidigungs-Technologiekonzern mit Wurzeln in den USA und operativem Schwerpunkt in Australien. Das Unternehmen entwickelt Lösungen zur Erkennung und Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge, die auf Funkerkennung, künstlicher Intelligenz, Sensorfusion und elektronischer Störung basieren. Zum Portfolio gehören tragbare Störsender wie die DroneGun-Reihe, stationäre Systeme für kritische Infrastruktur und modulare Plattformen, die sich in bestehende militärische Führungs- und Sensorsysteme integrieren lassen. Die Produkte sind inzwischen in über 40 Ländern im Einsatz, etwa bei Streitkräften, Strafvollzugseinrichtungen, Flughäfen und Sicherheitsbehörden - und wurden auch in aktuellen Konfliktzonen wie der Ukraine verwendet.
Kapazitätsausbau und Skalierung
Um die rasant steigende Nachfrage bedienen zu können, treibt DroneShield den Kapazitätsausbau voran: In Sydney wurde Ende 2025 ein neues Produktionswerk in Alexandria eröffnet, das die Fertigungsfläche deutlich erweitert. Die Investition von rund 13 Millionen AUD soll die jährliche Produktionskapazität bis Mitte 2026 auf bis zu 900 Millionen AUD und bis Ende 2026 auf rund 2,4 Milliarden AUD skalieren. Damit positioniert sich das Unternehmen als potenzieller Großserienlieferant in einem Markt, der bislang stark von kleineren Spezialanbietern und staatlichen Entwicklungsprogrammen geprägt ist.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: Droneshield