Nintendo-Aktie stark: Switch 2 bricht Verkaufsrekord - Preiserhöhungen voraus?
• Nintendo Switch 2 mit Verkaufsrekord in den USA
• Marktforscher erwarten Preiserhöhung für Switch 2 in 2026
• Nintendo-Aktie im Aufwind
Laut dem Analysten Mat Piscatella von Circana hat die Switch 2 im Jahr 2025 in den USA einen neuen Rekord aufgestellt. Wie "IGN" unter Berufung auf den Experten berichtet, wurde die neueste Konsole von Nintendo innerhalb der ersten sieben Monate nach dem Start rund 4,4 Millionen Mal verkauft. Damit ist die Switch 2 die sich am schnellsten verkaufende Videospielkonsolen-Hardwareplattform in den USA.
Die Verkaufszahlen lagen laut Piscatella nicht nur 35 Prozent über dem Absatz der PlayStation 4 nach sieben Monaten, sondern waren auf zeitgleicher Basis auch fast doppelt so hoch wie die Verkaufszahlen der ersten Nintendo Switch. Während die Playstation 5 von Sony und die aktuelle Xbox von Microsoft im vergangenen Jahr laut dem Analysten rückläufige Zahlen verzeichneten, trug die Switch 2 dazu bei, dass der Hardware-Gesamtmarkt in den USA 2025 wachsen konnte. So erreichte der Markt laut "IGN" im Jahr 2025 einen Umsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Diese beeindruckende Dynamik stimmt am Freitag auch die Anleger positiv: Die Aktie von Nintendo gewann an der Börse in Tokio 4,52 Prozent auf 10.400,00 JPY.
Wirtschaftlicher Druck und mögliche Preisanpassungen
Ob die Switch 2 die starke Entwicklung der Verkaufszahlen auch 2026 wird fortsetzen können, bleibt noch offen - vor allem auch, da in Branchenkreisen die Möglichkeit einer Preiserhöhung der Nintendo Switch 2 diskutiert wird. Laut "Chip" erwarten etwa die Analysten von Niko Partners einen solchen Schritt im laufenden Jahr, da die Konsole zur Markteinführung bewusst wettbewerbsfähig bepreist worden sei. In einem Trend-Report zur Spiele- und Konsolenbranche für 2026 wird argumentiert, dass tarifbedingte Belastungen, steigende Kosten für Speicherbausteine sowie volatile makroökonomische Rahmenbedingungen den japanischen Hersteller zwingen könnten, die Preisstruktur der Switch 2 anzupassen.
Die Prognose stützt sich zudem auf die Beobachtung, dass andere Konsolenhersteller bereits Preisänderungen vorgenommen haben: So haben Sony und Microsoft im vergangenen Jahr die Preise laut "Play3.de" teils mehrfach angepasst, um gestiegene Produktionskosten auszugleichen. Nintendo selbst hat im Jahr 2025 bereits Preisanpassungen bei Zubehör und früheren Switch-Modellen vorgenommen, was als Hinweis gewertet wird, dass das Unternehmen wirtschaftliche Trends nicht unberücksichtigt lässt.
Nintendo selbst hat zu den Spekulationen bislang keine verbindlichen Aussagen gemacht. In Interviews betonte Präsident Shuntaro Furukawa laut "Chip", dass man den "sehr volatilen Speichermarkt" genau beobachte und bereits Maßnahmen zur Absicherung von Margen ergriffen habe, ohne ein Preisniveau festzulegen.
Redaktion finanzen.net
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