Alphabet-Aktie nach 4-Billionen-Dollar-Marke: Google wehrt sich gegen Suchmaschinen-Monopol-Urteil

18.01.2026 19:18:00

Der Technologiekonzern Alphabet hat offiziell Berufung gegen das wegweisende Kartellurteil eingelegt, das Google ein illegales Monopol im Suchmaschinenmarkt bescheinigt hatte.

• Google hat am Freitag Berufung gegen das Urteil von US-Richter Amit Mehta eingelegt
• Zu den strittigen Maßnahmen gehören die Pflicht zum Teilen von Suchdaten mit Rivalen sowie das Verbot langfristiger Exklusivverträge für die Standardsuche
• Trotz der Rechtsunsicherheit bleibt die Alphabet-Aktie zum Jahresbeginn gefragt

Berufung gegen "ignorierten Innovationsdruck"

In einem offiziellen Blogpost begründete Google den Schritt zur Berufung damit, dass das ursprüngliche Urteil vom August 2024 die Marktrealität verkenne. Laut Lee-Anne Mulholland, Vice President of Regulatory Affairs, nutzen Menschen Google, "weil sie es wollen, nicht weil sie dazu gezwungen werden". Das Gericht habe den rasanten Innovationszyklus und den Wettbewerbsdruck durch KI-Startups und etablierte Akteure nicht ausreichend berücksichtigt.

Google beantragte zudem, die Umsetzung spezifischer Auflagen zu stoppen, bis über die Berufung entschieden ist. Besonders kritisch sieht der Konzern die Pflicht, Suchdaten und Syndizierungsdienste an Wettbewerber weiterzugeben. Diese Mandate würden laut Google den Datenschutz der Nutzer gefährden und den Anreiz für Konkurrenten verringern, eigene innovative Produkte zu entwickeln.

Meilenstein an der Börse für die Alphabet-Aktie trotz Regulierungsdruck

Parallel zum juristischen Tauziehen feierte Alphabet an der Börse einen historischen Erfolg. Am Montag, den 12. Januar 2026, erreichte der Konzern als erst viertes Unternehmen weltweit eine Marktkapitalisierung von 4 Billionen US-Dollar. Getrieben wurde diese Rallye vor allem durch die wachsende Begeisterung für Googles KI-Modell Gemini und eine neue Partnerschaft mit Apple, bei der Gemini künftig Kernfunktionen von Siri unterstützen soll.

Obwohl Richter Mehta bereits im Dezember die endgültigen Abhilfemaßnahmen (Remedies) festlegte, blieb die befürchtete Zerschlagung des Konzerns - etwa durch einen Verkauf des Chrome-Browsers - aus. Analysten bewerteten die Auflagen, wie die Begrenzung von Exklusivverträgen auf maximal ein Jahr Laufzeit, als moderat. Dies stärke das Vertrauen der Anleger in die künftige Ertragskraft des Cloud- und Werbegeschäfts, berichtet CNBC.

Wie wird sich die Alphabet-Aktie entwickeln?

Zum Wochenabschluss am Freitag gab die Alphabet C-Aktie an der NASDAQ leicht um 0,85 Prozent nach und schloss bei 330,34 US-Dollar. Da die US-Börsen am kommenden Montag aufgrund des Martin Luther King Jr. Days geschlossen bleiben, werden neue Impulse aus New York erst am Dienstag erwartet.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Fenixx666 / Shutterstock.com

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