PayPal-Aktie sackt ab: Umsatzplus bleibt unter den Erwartungen - CEO entlassen
Im vierten Quartal lief es für PayPal auf Ergebnisseite besser als erwartet: Der Gewinn je Aktie lag mit 1,53 US-Dollar über den Analystenschätzungen von 1,29 US-Dollar je Anteilsschein. Im Vorjahreszeitraum hatte PayPal hier noch ein EPS von 1,11 US-Dollar verzeichnet.
Der Quartalsumsatz verbesserte sich daneben von 8,33 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf nun 8,7 Milliarden US-Dollar. Experten hatten zuvor einen Umsatz von 8,79 Milliarden US-Dollar erwartet.
Im Gesamtjahr verdiente PayPal 5,41 US-Dollar je Aktie und damit mehr als im Vorjahr (3,99 US-Dollar je Aktie). Analysten hatten für das Geschäftsjahr 2025 indes einen Gewinnsprung auf 5,36 US-Dollar je Aktie erwartet. Der Umsatz lag bei 33,2 Milliarden US-Dollar nach 31,79 Milliarden US-Dollar im Vorjahr und Erwartungen von 33,27 Milliarden US-Dollar.
PayPal-Chef muss nach Gewinnenttäuschung Platz räumen
Der US-Zahlungsdienstleister PayPal tauscht nach einem schwachen Quartal und einem verfehlten Ausblick den Chef aus. An die Stelle von Alex Chriss tritt auf Geheiß des Verwaltungsrates ab März der bisherige HP-Chef Enrique Lores, wie der Konzern am Dienstag im kalifornischen San Jose mitteilte. Das Kontrollgremium habe eine detaillierte Analyse vorgenommen und der Konzern sei mit seinen Fortschritten im Vergleich mit der Konkurrenz und der Branche nicht weit genug gekommen, hieß es zur Begründung. Chriss führte die Geschäfte seit September 2023. Gleichzeitig schockte PayPal die Anleger mit seinen Zahlen für das vergangene Quartal.
PayPal steigerte den Umsatz in den drei Monaten bis Ende Dezember im Jahresvergleich um vier Prozent auf 8,7 Milliarden US-Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um drei Prozent auf 1,23 Dollar.
Nachdem der Konzern das Gewinnziel im Jahresverlauf zweimal angehoben hatte, verfehlte PayPal nun auf Jahressicht die Prognosespanne beim bereinigten Ergebnis je Anteil. Analysten hatten sich auch mehr ausgerechnet.
Für das neue Jahr geht das Management von einem Rückgang des Gewinns je Aktie im mittleren einstelligen Prozentbereich aus; bereinigt um Sonderposten dürfte er entweder im niedrigen prozentual einstelligen Bereich zurückgehen oder leicht steigen.
Schwaches Wachstum lässt PayPal-Kurs einbrechen
Mit Entsetzen haben Anleger im vorbörslichen USA-Aktienhandel auf die Quartalsbilanz von PayPal reagiert. An der NASDAQ brachen die Aktien des Zahlungsdienstleisters vorbörslich zeitweise auf den niedrigsten Stand seit fast neun Jahren. Die PayPal-Aktie zeigt sich im Handel an der NASDAQ zeitweise 16,76 Prozent tiefer bei 43,57 US-Dollar. In ihrem Sog fielen auch die Papiere des europäischen Wettbewerbers Adyen um 4,49 Prozent auf 1.208,80 Euro.
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