Krypto-Markt bricht ein: Anleger fliehen in Scharen aus Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co.
• Bitcoin und Altcoins mit deutlichen Tagesverlusten
• Long-Positionen dominieren Liquidationen klar
• Hebelhandel verstärkt Abwärtsdynamik im Markt
Der Bitcoin fiel zeitweise um 6,15 Prozent auf 82.580 US-Dollar nachdem er im Wochenhoch noch über der Marke von 90.000 Dollar notiert hatte, für die Nummer Zwei im Kryptomarkt, Ethereum, ging es zwischenzeitlich sogar um 7,31 Prozent auf 2.734,53 US-Dollar nach unten. Ripple verliert ebenfalls deutlich und brach um 6,89 Prozent auf 1,74 US-Dollar ein.
Insbesondere Long-Positionen betroffen
Wie Coindesk unter Berufung auf Daten von CoinGlass berichtet, führten Liquidationen gehebelter Wetten an den großen Börsen zu dem massiven Wertverlust. Rund 267.370 Händler hätten ihre Positionen auflösen müssen. Long-Positionen hätten dabei mit 1,56 Milliarden US-Dollar einen überwältigenden Anteil ausgemacht, was fast 93 Prozent der gesamten Liquidationen entspreche.
Die Verluste hätten sich dabei auf Handelsplätze mit einem hohen Anteil an Perpetual-Optionen konzentriert. Händler hatten zuvor aggressiv auf steigende Kurse gesetzt, wenn diese Händler mit Hebelwirkung die Margin-Anforderungen nicht mehr erfüllen können, sehen sie sich zum Schließen von Börsen Positionen gezwungen, um weitere Verluste zu verhindern. Dies wirkt wie ein Katalysator, denn niedrigere Kurse lösen weitere Liquidationen aus.
Wichtige Auslöser für den Krypto-Preissturz
Geopolitische Spannungen, insbesondere Ängste vor einem US-Angriff auf den Iran unter Präsident Trump, haben Investoren in den vergangenen Tagen und Wochen in sichere Häfen wie Gold getrieben, dessen Preis daraufhin immer neue Höchststände markiert hatte. Die Fed-Zinspolitik - die US-Notenbank hatte den Leitzins am Mittwoch unverändert in einer Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent belassen - drückten dabei ebenso auf die Stimmung wie enttäuschende Microsoft-Ergebnisse mit verlangsamtem Cloud-Wachstum, die für eine verstärkte Risikoaversion unter Anleger sorgte.
Redaktion finanzen.net
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