Immobilien-Aktien: Was sind eigentlich REITs?

25.12.2025 06:36:00

Sachwerte sind in turbulenten Börsenzeiten besonders gefragt. Neben Gold oder Schmuck gehören auch Immobilien oder Grundstücke zu den Sachwerten. Da nicht jeder eine Wohnung oder ein Haus kaufen kann oder will, besteht jedoch über REITs die Möglichkeit, mit "Betongold" attraktive Renditen zu erzielen.

• REITs dienen als Investmentmöglichkeit in Immobilien
• REITs bieten meist eine lukrative Dividendenrendite
• REITs sind schwankungsanfällig bei Zinsänderungen

Immobilien-Aktien: Was sind REITs?

REITs (Real-Estate-Investment-Trusts - zu Deutsch: Immobilien-Investmentgesellschaften) sind eine Anlageform, welche die Investition in Immobilien auf Basis von börsengehandelten Aktien ermöglicht. In den USA wurde die Anlageklasse der REITs bereits im Jahr 1960 eingeführt, wohingegen Deutschland im Jahr 2007 erst relativ spät folgte. Es handelt sich um börsennotierte Unternehmen, die Immobilien besitzen, betreiben und/oder finanzieren. Die meisten REITs generieren ihre Haupteinnahmen also aus der Vermietung von Wohnungen, Häusern, Büros oder Gewerbeflächen. Folglich ist es Anlegern möglich, über Investitionen in REITs Anteile an einem großen Immobilienportfolio zu erwerben - und das ohne großes Eigenkapital. Eine weitere Besonderheit bei REITs sind besonders hohe Gewinnausschüttungen an die Aktionäre. Teilweise schütten die Unternehmen mehr als 90 Prozent ihrer Gewinne in Form von Dividenden an die Aktionäre aus, was die Aktien insbesondere für Dividendenjäger interessant macht.

Welche Vor- und Nachteile bieten REITs?

REITs kombinieren letztlich eine Investition in Immobilien mit einer Aktienanlage. Gegenüber anderen Aktiengesellschaften gibt es außerdem die Besonderheit, dass es in den meisten Ländern eine Steuerbefreiung für die Gewinne auf Unternehmensebene gibt. In Kombination müssen für die Steuerbefreiung mindestens 90 Prozent der Gewinne an die Aktionäre ausgezahlt werden, so kann trotz der Steuerbefreiung auf Unternehmensseite trotzdem ein ausreichendes Steueraufkommen sichergestellt werden. Anleger können also mit hohen, regelmäßigen und gut planbaren Dividenden rechnen und sich so ein passives Einkommen aufbauen. Außerdem können REITs im Gegensatz zu offenen Immobilienfonds ohne Haltefristen oder zusätzliche Abgaben gehandelt werden. Steuerlich werden REITs wie alle anderen Aktien behandelt. Zu den Risiken dieser Anlageklasse gehört eine starke Schwankungsanfälligkeit bei Konjunkturveränderungen, insbesondere bezüglich der Zinsveränderung. Da REITs ihre Zukäufe von Immobilien häufig über Kredite finanzieren, sind Niedrigzinsphasen für die Unternehmen deutlich lukrativer und ein Anziehen der Zinsen kann sich hingegen schnell auf die Kursentwicklung niederschlagen, wie Estelle Stangier von Finanztrends berichtet.

Portfolio-Diversifikation mit REITs

REITs können im Portfolio eines Anlegers auch der Diversifikation dienen. Wer sich bei bekannten REITs wie Realty Income, STORE Capital oder American Tower nicht entscheiden kann, hat auch die Möglichkeit, in REIT-ETFs zu investieren. Unter dem Strich bieten REITs eine hohe Dividendenrendite, dienen gut als Beimischung im Portfolio und gelten als einfache Investitionsmöglichkeit im Immobilienbereich.

Redaktion finanzen.net

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