Goldpreis: Marke von 4.700 Dollar "geknackt"
von Jörg Bernhard
Trumps Grönland- bzw. Zollpolitik belasteten das globale Marktsentiment und lösten eine verstärkte Flucht in sichere Häfen aus. Neben Trumps außenpolitischen Rundumschlägen sorgt auch sein Wunsch nach niedrigeren Zinsen für ein starkes Interesse an Gold. Mit den Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen ging es aber nach einer markanten Verkaufswelle erst einmal bergauf - auf das höchste Niveau seit Ende August. Beim Dollar ging es hingegen bergab, was dem Goldpreis ebenfalls geholfen hat. Anhaltende Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed waren hierfür mitverantwortlich. Der Oberste Gerichtshof der USA will sich in dieser Woche mit dem Fall befassen, der Trumps Versuch betrifft, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group eine Wahrscheinlichkeit von fünf Prozent an, dass am 28. Januar eine Zinssenkung um 25 Basispunkte verkündet wird. Nach dem gestrigen US-Feiertag dürften sich die Marktakteure am Nachmittag für den ADP-Wochenbericht (14.15 Uhr) stark interessieren.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 7.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich (gegenüber Freitag) der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 123,00 auf 4.718,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Leichte Erholungstendenz
Der Ölpreis legte im frühen Dienstagshandel leicht zu. Profitiert hat der fossile Energieträger vom schwächeren Dollar und den Spannungen zwischen Europa und den USA nach den jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump, wegen dem Streit um Grönland höhere US-Zölle gegen europäische Staaten zu verhängen. Zusätzliche Unterstützung erhielt der Ölmarkt durch besser als erwartet ausgefallene chinesische Konjunkturdaten für das vierte Quartal. Am gestrigen Montag wurde nämlich gemeldet, dass Chinas Wirtschaft im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent gewachsen ist und damit das offizielle Regierungsziel erreicht hat.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit leicht erholten Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future (gegenüber Freitag) um 0,14 auf 59,58 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,13 auf 64,07 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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