Goldpreis: Neues Jahr, neues Glück?
von Jörg Bernhard
Geopolitische Spannungen und Hoffnungen auf niedrigere Zinsen in diesem Jahr waren hierfür hauptverantwortlich. Mit einem Jahresgewinn von 65 Prozent erzielte das gelbe Edelmetall den höchsten Wertzuwachs seit 1979. Die zum Jahreswechsel zu beobachtenden Gewinnmitnahmen scheinen schneller als erwartet abzuebben. Vor dem Wochenende stehen keine sonderlich wichtige Konjunkturindikatoren zur Bekanntgabe an. Dies dürfte sich in der nächsten Woche allerdings ändern. Für erhöhte Spannung dürfte an den Finanzmärkten vor allem die anstehende Datenflut zur Entwicklung des US-Arbeitsmarktes im Dezember sorgen. Sie könnte nämlich neue Hinweise zur künftigen US-Geldpolitik liefern. Derzeit rechnen Anleger mit mindestens zwei Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group für dieses Szenario eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 71 Prozent an.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 46,60 auf 4.387,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Zum Jahresauftakt leicht im Plus
Nachdem der fossile Energieträger im vergangenen Jahr mit über 20 Prozent den größten Jahresverlust seit 2020 verzeichnet hatte, präsentierte er sich am ersten Handelstag des Jahres 2026 mit leicht erholten Notierungen. Dies war vor allem auf ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen sowie eine US-Blockade, die Venezuelas Exporte unter Druck setzte, zurückzuführen. Derzeit befinden sich die Ölpreise in einem Konflikt zwischen kurzfristigen geopolitischen Risiken und längerfristigen Marktfundamentaldaten. Von dem bevorstehenden OPEC+-Treffen (Sonntag) erhoffen sich die Marktakteure neue Hinweise zur künftigen Förderpolitik der Organisation. Erwartet wird, dass im ersten Quartal keine weiteren Förderanhebungen erfolgen werden.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit leicht erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,40 auf 57,82 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,40 auf 61,25 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: claffra / Shutterstock.com
5Hinweis zu Plus500: Plus500CY Ltd ist zugelassen und reguliert durch CySEC (#250/14). 82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.