Goldpreis: Rally der Krisenwährung sorgt für neues Allzeithoch

21.01.2026 07:43:00

Unterstützt von den geopolitischen Spannungen um Grönland überwand der Goldpreis im frühen Mittwochshandel erstmals die Marke von 4.800 Dollar.

von Jörg Bernhard

Im Zuge wachsender Spannungen zwischen den USA und der NATO im Zusammenhang mit Grönland kam es nach dem US-Feiertag am Montag zu einem breit angelegten Ausverkauf bei US-Aktien. Trumps neue Zollandrohungen gegen europäische Länder führten zu einem massiven Vertrauensverlust gegenüber den USA. Dieses Kapital suchte Schutz im "sicheren Hafen Gold". Neben Trumps "Annexionsgelüsten" und die daraus resultierende Entdollarisierung stellt aber auch die steigende Staatsverschuldung ein triftiges Kaufargument für Gold dar. Nun warten die Marktakteure auf die für morgen anberaumte Veröffentlichung aktueller Daten von der Konjunktur- und Inflationsfront sowie vom US-Arbeitsmarkt. Sollten diese schwächer als erwartet ausfallen, dürften Zinshoffnungen an den Goldmärkten für zusätzlichen Rückenwind sorgen.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 7.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 111,00 auf 4.876,80 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Warten auf API-Lagerbericht

Zur Wochenmitte entwickelt sich der Ölpreis uneinheitlich. Die US-Sorte WTI tendiert angesichts eines erwarteten Anstiegs der US-Rohöllagerbestände bergab, während die Nordseemarke Brent wegen eines vorübergehenden Produktionsstopps in zwei großen Ölfeldern in Kasachstan zulegen kann. Nun warten die Marktakteure auf die wöchentlichen Berichte zur Entwicklung der in den USA gelagerten Ölmengen. Die Daten des American Petroleum Institute (API) werden am Abend (22:30 Uhr) veröffentlicht. Die offiziellen Zahlen der US-Energiebehörde EIA folgen am Donnerstag (18:00 Uhr). Wegen des US-Feiertags am Montag erfolgen beide Veröffentlichungen einen Tag später als üblich. Als Belastungsfaktoren sind an den Ölmärkten nach wie vor die Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump anzusehen, neue Zölle gegen europäische Staaten zu verhängen, falls keine Einigung über eine US-Kontrolle Grönlands erzielt werde.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,46 auf 59,90 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,26 auf 64,26 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Lisa S. / Shutterstock.com

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