Goldpreis: Trump treibt Gold auf neues Rekordhoch

19.01.2026 09:27:40

Trumps Drohung, wegen des Konflikts um Grönland zusätzliche Zölle gegen europäische Länder zu verhängen, bescherte dem Goldpreis zum Wochenstart ein neues Rekordhoch.

von Jörg Bernhard

Die EU bereitet nach Angaben von Diplomaten Gegenmaßnahmen vor, falls die Zölle tatsächlich umgesetzt werden. Damit verschärfte er den Streit um die Zukunft der zu Dänemark gehörenden arktischen Insel erheblich. Im frühen Montagshandel gaben US-Aktienfutures und der Dollar nach, da Trumps Politik die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold, dem Yen und dem Schweizer Franken erhöhten. Insgesamt kam es an den Märkten zu einer gestiegenen Risikoaversion. Sowohl Gold als auch Silber setzen ihre Rekordfahrt fort. Analysten von J.P. Morgan erklärten allerdings, dass sie weiterhin Gold gegenüber Silber bevorzugen. Eine mögliche starke Korrektur bei Silber könne kurzfristig zwar auch auf Gold ausstrahlen, biete dort jedoch eher eine Kaufgelegenheit, da Gold weiterhin über eine klarere und strukturell bullishe Ausgangslage verfüge. Nur zur Erinnerung: Seit Juni vergangenen Jahres hat sich Silber deutlich stärker entwickelt als Gold und dadurch zu einem Einbruch des Gold/Silber-Ratios von 100 auf 50 geführt.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 9.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 78,70 auf 4.674,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Wochenauftakt mit roten Vorzeichen

Der Ölpreis startete mit nachgebenden Notierungen in die neue Handelswoche. Verantwortlich hierfür war das Abklingen der innenpolitischen Unruhen im Iran, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit eines US-Angriffs verringerte. Dieser hätte nämlich die Lieferungen des wichtigen Produzenten im Nahen Osten und die dort verlaufenden Transportrouten beeinträchtigen können. Trump erklärte in sozialen Medien, der Iran habe geplante Massenhinrichtungen von Demonstranten gestoppt - obwohl das Land selbst keine entsprechenden Pläne bekanntgegeben hatte. Auch die neuen Zolldrohungen aus den USA trüben derzeit die Stimmung an den Ölmärkten.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit etwas schwächeren Notierungen. Bis gegen 9.15 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,25 auf 59,19 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,35 auf 63,78 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Sashkin / Shutterstock.com

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