Erneuerbare-Energien-ETFs: Chancen und Risiken von Solar-, Wind- oder Wasserstoff-ETFs

05.01.2026 20:21:00

ETFs auf erneuerbare Energien versprechen Teilhabe an der Energiewende. Doch wer gezielt auf Solar-, Wind- oder Wasserstoffprojekte setzt, geht höhere Risiken ein als mit breit gestreuten Fonds.

• Nischen-ETFs auf erneuerbare Energien setzen gezielt auf einzelne Branchen
• Die Konzentration auf wenige Titel erhöht das Risiko im Vergleich zu Welt-ETFs
• Laufende Kosten liegen oft deutlich über denen breit gestreuter ETFs

Themen-ETFs als Wette auf einzelne Branchen

Erneuerbare-Energien-ETFs gehören zu den sogenannten Themen- oder Nischen-ETFs. Sie bilden Indizes ab, die ausschließlich Unternehmen aus dem Sektor der nachhaltigen Energien zusammenfassen - etwa Hersteller von Solarmodulen, Windkraftanlagen oder Wasserstofftechnologien. Im Unterschied zu breit gestreuten Welt-ETFs wie dem MSCI World, der mehr als 1.400 Unternehmen aus verschiedensten Branchen enthält, umfassen spezialisierte Clean-Energy-ETFs oft nur wenige Dutzend Titel.

Diese Konzentration hat Konsequenzen. Bei Nischen-ETFs funktioniert das Ausgleichsprinzip nicht mehr wie bei breit gestreuten Fonds: Während bei einem breit diversifizierten ETF schwächelnde Unternehmen durch andere aufgefangen werden, schlagen Kursverluste einzelner Titel bei Themen-ETFs stärker auf die Gesamtperformance durch. Der iShares Global Clean Energy ETF etwa enthält rund 100 Unternehmen - ein Bruchteil dessen, was in einem Welt-ETF steckt.

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Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und das Basisinformationsblatt des Fonds, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen.

Chancen durch die Energiewende - aber keine Garantie

Die Argumente für ein Investment in erneuerbare Energien liegen auf der Hand: Die Energiewende ist politisch gewollt, staatliche Förderprogramme unterstützen den Ausbau, und die Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien dürfte langfristig steigen. Unternehmen aus den Bereichen Solar, Wind und Wasserstoff könnten von diesem Strukturwandel profitieren.

Doch gesellschaftliche Bedeutung übersetzt sich nicht automatisch in Börsengewinne. Viele Unternehmen aus der Wasserstoffbranche haben bislang noch keinen Gewinn erzielt. Das Geschäft ist kapitalintensiv, und die in den vergangenen Jahren gestiegenen Zinsen stellten eine zusätzliche Belastung dar. Die Plug Power-Aktie etwa verzeichnete im Jahr 2024 einen Kursverlust von 46 Prozent. Auch die Solarbranche kämpft laut extraETF mit harter Konkurrenz, geringen Margen und Abhängigkeit von Lieferketten. Hinzu kommt die politische Komponente: Änderungen bei Subventionen oder regulatorischen Rahmenbedingungen können die Rentabilität ganzer Sektoren beeinflussen.

Höhere Kosten und schwankende Renditen

Neben dem Konzentrationsrisiko fallen bei Nischen-ETFs in der Regel höhere laufende Kosten an. Während ein ETF auf den MSCI World oft mit einer Gesamtkostenquote (TER) von rund 0,20 Prozent pro Jahr auskommt, liegen die Kosten bei Clean-Energy-ETFs häufig zwischen 0,35 und 0,70 Prozent. Bei reinen Solar-ETFs wie dem Invesco Solar Energy ETF beträgt die TER 0,69 Prozent, beim Global X Solar ETF 0,50 Prozent.

Die Performance der vergangenen Jahre fällt gemischt aus. Zwar konnten einzelne Erneuerbare-Energien-ETFs in bestimmten Phasen hohe Renditen erzielen, doch langfristig blieben viele hinter breit gestreuten Welt-ETFs zurück. Faktoren wie Zinserhöhungen, steigende Kapitalkosten und Überkapazitäten in der Branche haben die Kurse belastet. Wer dennoch in Nischen-ETFs investieren möchte, sollte diese nur als Beimischung zu einem diversifizierten Portfolio betrachten. Ali Masarwah, Geschäftsführer der Fondsplattform Envestor, schreibt in einem Beitrag für Börse Frankfurt, dass ein Einzelthema weniger als 10 Prozent eines Portfolios ausmachen sollte und die Summe der Themen auf keinen Fall 20 Prozent des Depotwerts übersteigen sollte.

D. Maier / Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Imagentle / Shutterstock.com, Drozd Irina / Shutterstock.com

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