Trinkgeld im Urlaub: Das sollten Reisende wissen

12.01.2026 22:43:00

Ob Restaurant, Hotel oder Taxi - Trinkgeld ist ein Ausdruck von Wertschätzung, aber international sehr unterschiedlich geregelt. Wer die lokalen Gepflogenheiten kennt, vermeidet Missverständnisse.

Grundregeln

In Deutschland gelten in der Gastronomie üblicherweise rund fünf bis zehn Prozent als angemessen, so die Sparkasse. Taxis werden meist aufgerundet oder mit etwa zehn Prozent bedacht, Lieferdienste erhalten häufig ein bis zwei Euro. Trinkgeld ist grundsätzlich freiwillig und kein gesetzlicher Zwang. Bargeldtrinkgelder sind oft steuerfrei, während per Karte gegebenes Trinkgeld in der Praxis häufiger über die Lohnabrechnung läuft oder verteilt wird. Wird mit Karte bezahlt, empfiehlt es sich daher in vielen Fällen, das Trinkgeld zusätzlich bar zu geben, damit es sicher beim Servicepersonal ankommt, wie es weiter heißt. Begriffe wie "service included", "service compris" oder "servizio inluco" auf der Rechnung weisen darauf hin, dass eine Servicepauschale bereits berechnet wurde; in solchen Fällen ist ein zusätzliches Trinkgeld nicht zwingend notwendig.

Internationale Unterschiede

Im Mittelmeerraum, etwa in Spanien, Portugal oder Griechenland, sind zwischen fünf und zehn Prozent üblich; in touristischen Regionen kann auch ein einfaches Aufrunden genügen, so Urlaubsguru. Italien bildet eine Besonderheit: Dort kann die auf der Rechnung ausgewiesene "Coperto"-Gebühr das Trinkgeld teilweise ersetzen. Weiter östlich, etwa in Kroatien und der Türkei, liegt der gängige Richtwert bei zehn bis 15 Prozent. Auf den britischen Inseln bewegen sich die Empfehlungen ebenfalls zwischen zehn und 15 Prozent, allerdings nur, wenn keine Servicegebühr berechnet wurde, wie es weiter heißt.

Übersee, vor allem in den USA und Kanada, ist die Erwartungshaltung laut Urlaubsguru noch höher: 15 bis 20 Prozent gelten hier als Standard, da Trinkgeld fester Bestandteil des Einkommens ist. In Skandinavien hingegen sind Servicegebühren oft im Preis enthalten, ein kleines Aufrunden wird als freundliche Geste gewertet, ist aber nicht obligatorisch. Ein freundliches Danke ist hier meist schon ausreichend.

In vielen asiatischen Ländern wie Japan oder China wird außerhalb touristischer Zonen kein Trinkgeld erwartet, mitunter kann es sogar als unhöflich gelten. Thailand stellt hier Urlaubsguru zufolge eine Ausnahme dar: Rund zehn Prozent werden gern gesehen.

Besonderheiten

Im Hotel gelten folgende Richtwerte: Für Gepäckträger sind ein bis zwei Euro pro Gepäckstücke angebracht. Beim Housekeeping sind etwa ein bis fünf Euro pro Nacht eine übliche Trinkgeldspanne - je nach Hotelkategorie, so Urlaubsguru. Auf Kreuzfahrten ist häufig bereits ein Tagestrinkgeld eingeplant, das sollte jedoch vorab geprüft werden. Bei Unsicherheit gilt, lieber kurz nachfragen oder kleine Beträge bar geben. In manchen Ländern werden Passanten permanent angesprochen und um Trinkgeld gebeten, dies kann sehr aufdringlich sein. In solchen Fällen ist Zurückhaltung ratsam, da sonst Unmut aufkommen könnte, wie Urlaubsguru berichtet.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: haveseen / Shutterstock.com, e.backlund / Shutterstock.com

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