SpaceX-Aktie mit Plot-Twist? Risikokapitalgeber glaubt nicht an klassischen Börsengang
• Risikokapitalgeber Chamath Palihapitiya prognostiziert, dass SpaceX keinen klassischen Börsengang vollziehen wird
• Chamath erwartet einen Reverse Merger von SpaceX in Tesla zur Konsolidierung von Musks Vermögenswerten
• Eine solche Struktur könnte auch Neuralink und The Boring Company umfassen
Palihapitiyas konträre Wette
Die Gerüchteküche um einen SpaceX-Börsengang brodelt seit Monaten. Elon Musk selbst bestätigte am 10. Dezember 2025 entsprechende Berichte: Auf der Plattform X antwortete er auf einen Beitrag von Ars-Technica-Journalist Eric Berger mit den Worten, dieser liege wie üblich richtig. Laut Bloomberg plant das Raumfahrtunternehmen einen Börsengang für Mitte bis Ende 2026 mit einer angestrebten Bewertung von rund 1,5 Billionen US-Dollar, was SpaceX zum wertvollsten IPO der Geschichte machen würde.
As usual, Eric is accurate
- Elon Musk (@elonmusk) December 10, 2025
Doch Risikokapitalgeber Chamath Palihapitiya sieht eine andere Zukunft für das Unternehmen. In der am 10. Januar 2026 ausgestrahlten Folge des All-In Podcasts äußerte er eine konträre Prognose: SpaceX werde keinen klassischen Börsengang vollziehen, sondern stattdessen im Rahmen eines Reverse Merger mit Tesla verschmelzen. Wie aus dem Podcast hervorgeht, glaubt Palihapitiya nicht an einen SpaceX-Börsengang und rechnet stattdessen mit einer umgekehrten Fusion in Tesla. Musk werde diesen Moment nutzen, um die Kontrolle über seine beiden wichtigsten Vermögenswerte in einer einzigen Kapitalstruktur zu konsolidieren.
Die Vision einer Musk-Holding
Co-Moderator und Angel-Investor Jason Calacanis reagierte im Podcast mit Begeisterung auf die These. Er verwies darauf, dass Musk seit Jahren von einer Holding-Gesellschaft spreche, die nicht nur Tesla und SpaceX, sondern auch Neuralink und The Boring Company unter einem Dach vereinen könnte.
Die Idee einer solchen Struktur hätte weitreichende strategische Implikationen. Tesla als Hardware- und Robotik-Plattform, SpaceX mit Starlink als Kommunikations-Nervensystem und xAI als künstliche Intelligenz könnten ein integriertes Ökosystem bilden. Für Musk persönlich würde eine Konsolidierung zudem die Kontrolle über sein Unternehmensimperium deutlich vereinfachen.
Widerspruch zu Musks eigenen Aussagen
Palihapitiya selbst räumt ein, dass seine Prognose eine bewusst konträre Position darstellt. Sie steht im direkten Widerspruch zu Musks öffentlichen Äußerungen: Der SpaceX-Gründer hatte Anfang Dezember 2025 Berichte über IPO-Pläne ausdrücklich bestätigt. Laut Bloomberg soll das Unternehmen mehr als 30 Milliarden US-Dollar einsammeln wollen - unter anderem für den Ausbau von KI-Kapazitäten und weltraumgestützte Rechenzentren.
Hinzu kommt, dass Palihapitiya in der Vergangenheit bereits eine Fehlprognose in Bezug auf Musk-Unternehmen abgab: Er hatte 2023 einen Börsengang des Satellitendienstes Starlink vorhergesagt, der bis heute nicht stattgefunden hat. Ob seine aktuelle These auf Insiderwissen basiert oder reine Spekulation darstellt, bleibt offen.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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