Commerzbank-Aktie mit starkem Jahr 2025 - Kartellamt ebnet Weg für UniCredit-Übernahme

02.01.2026 18:29:00

Die Commerzbank-Aktie lieferte 2025 eine Rekordperformance. Doch für Anleger beginnt 2026 mit maximaler Spannung: Das Kartellamt hat UniCredit grünes Licht für weitere Anteilskäufe erteilt.

• Commerzbank-Aktie mit starker Performance in 2025
• Kartellamt genehmigt weitere Aktienkäufe durch die UniCredit
• Commerzbank-Gegenwehr: Börsenwert als Abwehrschild

Erfolgreiches Jahr 2025

Die Commerzbank-Aktie hat im Jahr 2025 eine beeindruckende Performance an den Tag gelegt: Via XETRA verzeichnete das Papier im vergangenen Jahr ein Plus von 132 Prozent. Den letzten Handelstag 2025 beendete sie mit einem Zuschlag von 1,52 Prozent bei 36,10 Euro. Am Ersten Handelstag des Jahres 2026 zeigte sie sich via XETRA letztlich 0,83 Prozent höher bei 36,40 Euro.

Regulatorische Blockade beseitigt - UniCredit erhöht Druck

Die italienische Großbank UniCredit baut ihre Position bei der Commerzbank systematisch aus. Marktbeobachter verfolgen die aggressive Strategie der Italiener mit wachsender Aufmerksamkeit. Die jüngste Genehmigung durch das Kartellamt räumt nun ein zentrales Hindernis für den potentiellen Angreifer aus dem Weg.

Das Frankfurter Management betont weiterhin die Eigenständigkeit als strategisches Ziel. Doch die Behördenentscheidung verschärft die Ausgangslage für den Vorstand dramatisch: UniCredit kann nun ohne kartellrechtliche Beschränkungen weitere Anteile erwerben und dem anvisierten Übernahmeziel näherkommen.

Commerzbank-Gegenwehr: Börsenwert als Abwehrschild

Die Verteidigungsstrategie der Commerzbank setzt auf Kurssteigerung. Je höher die Marktkapitalisierung klettert, desto teurer und unattraktiver wird eine Übernahme für UniCredit. Das Frankfurter Institut kombiniert dabei mehrere Instrumente zur Wertsteigerung und Aktionärsbindung.

Parallel zu den strategischen Maßnahmen positionieren sich institutionelle Großinvestoren neu. Kurz vor Jahresende fielen Transaktionen des Vermögensverwalters BlackRock auf - ein Signal für das anhaltende Interesse professioneller Marktteilnehmer an der Übernahmesituation.

Aktienrückkauf stärkt das Vertrauen

Ein bedeutender Kurstreiber war der abgeschlossene Aktienrückkauf: Für rund 1 Milliarde Euro sicherte sich die Bank knapp 31 Millionen eigene Aktien zurück. Vorstandschefin Bettina Orlopp betonte, dass dieser Schritt zentrales Element der geplanten Kapitalrückgabe 2025 sei und auch für 2026 noch Potenzial berge. Solche Rückkäufe senken die umlaufende Aktienzahl und sorgen durch die erhöhte Nachfrage meist für weiter steigende Kurse.

Mögliche Volatilität - zwei Szenarien im Fokus

Die Kartellamts-Freigabe sorgt für erhöhte Unsicherheit und Handelsaktivität. Anleger stehen vor zwei möglichen Entwicklungen: Entweder treibt operative Stärke den Commerzbank-Kurs in Regionen, die eine Übernahme unwirtschaftlich machen - oder UniCredit legt ein offizielles Übernahmeangebot vor.

Die Weichen für einen der spektakulärsten Banken-Deals der deutschen Finanzgeschichte sind gestellt. Für Aktionäre beginnt eine Phase maximaler Unsicherheit mit ebenso hohem Gewinnpotenzial wie Verlustrisiko.

Bei FactSet-Analysten stößt die Commerzbank-Aktie auf ein gemischtes Echo: Von 18 Analysten empfehlen vier den Anteilsschein zu verkaufen, sieben raten zum Halten des Papiers und sieben Experten geben eine Empfehlung zum Kaufen und Übergewichten aus.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Commerzbank AG

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