Aktien in Grün: Deutsche Börse und Allfunds wohl vor Übernahme-Deal
Die Vereinbarung mit Allfunds sei in Arbeit und der Deal könne noch in der laufenden Woche bekannt gegeben werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Die Deutsche Börse hatte Ende November bestätigt, dass sie exklusive Gespräche mit Allfunds führt. Sie bietet in bar und in eigenen Aktien insgesamt 5,3 Milliarden Euro für das Unternehmen.
Den Quellen zufolge könnte sich der Deal allerdings noch verzögern oder sogar platzen. Außerdem könnte die EU-Kommission als Kartellbehörde das Vorhaben ausgiebig prüfen. Der Finanzinvestor Hellman & Friedman und die französische Großbank BNP Paribas halten zusammen knapp die Hälfte der Allfunds-Aktien.
Sprecher von Allfunds und Hellman & Friedman wollten sich auf Nachfrage von Bloomberg nicht zu den neuen Informationen äußern. Eine Sprecherin der Deutsche Börse verwies lediglich auf das Statement des DAX-Konzerns vom November.
Allfunds bieten Managern und Verkäufern von Investmentfonds und Systeme für den Handel und die Ausführung an. Hinzu kommen Tools für die Datenanalyse und Compliance-Dienstleistungen.
Deutsche Börse gegen den Trend sehr fest an DAX-Spitze
Die Papiere der Deutschen Börse haben sich am Dienstagnachmittag mit kräftigem Kurszuwachs vom schwachen Gesamtmarkt positiv abgehoben. An der DAX-Spitze gewannen die Titel des Börsenbetreibers zuletzt 1,9 Prozent auf bei 214,30 Euro.
Auftrieb gab eine Kreisemeldung, wonach das Unternehmen der geplanten Übernahme des Fondsvertriebsspezialisten Allfunds näher kommt. Die Vereinbarung mit Allfunds sei in Arbeit und die Transaktion könne noch in der laufenden Woche bekannt gegeben werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Für die Papiere von Allfunds geht es im EURONEXT-Handel derweil um 1,57 Prozent aufwärts auf 8,09 Euro.
An der insgesamt schwachen Kursentwicklung der Deutschen Börse seit Ende November ändert der aktuelle Zuwachs noch nicht viel. Im Jahr 2026 beträgt das Minus zurzeit noch gut 4 Prozent. Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs sieht mit seinem am Dienstag von 258 auf 265 Euro angehobenen Kursziel jedoch Luft nach oben. Er passte seine Schätzungen für das vierte Quartal an jüngste Transaktionsvolumina, aber auch an den mittelfristigen Ausblick vom Kapitalmarkttag im Dezember sowie das angekündigte Aktienrückkaufprogramm an.
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LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX)
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