Symrise-Aktie steigt deutlich: Terpene-Sparte steht zum Verkauf

13.01.2026 15:09:00

Wertberichtigungen im Gesamtvolumen von knapp 300 Millionen Euro wirken sich negativ auf den operativen Gewinn der Symrise AG im vierten Quartal aus.

Wie der im DAX notierte Duft- und Aromenhersteller mitteilte, erfolgt die eine Wertberichtigung von 145 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Plan, das Geschäft mit Terpenen zu veräußern. Zudem schreibt Symrise 150 Millionen Euro auf die Beteiligung an der Swedencare AB ab.

Symrise führe derzeit fortgeschrittene Gespräche mit potenziellen Interessenten über den Verkauf des Geschäfts mit Terpenen, so der Konzern. Basierend auf den bisher erhaltenen Angeboten komme der internationale Rechnungslegungsstandard IFRS 5 zur Anwendung, was eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung im vierten Quartal nach sich ziehe. Diese belaste das EBIT.

Wertverluste der Beteiligung an Swedencare führten zu einer "wesentlichen Abweichung des für das Geschäftsjahr 2025 gegenüber den aktuellen Kapitalmarkterwartungen und der veröffentlichten Prognose erwarteten Ergebnisse", so der Konzern weiter. Die nicht zahlungswirksame Wertberichtigung der Beteiligung wirke sich negativ auf das EBITDA aus.

Beide Maßnahmen hätten keine Auswirkung auf die Liquidität und das operative Geschäft. Sie werden im Rahmen der Ergebnisberichterstattung bereinigt. Symrise wird seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 am 4. März vorlegen.

Symrise kauft Aktien für 400 Millionen Euro zurück

Die Aktionäre von Symrise können sich über Aktienrückkäufe freuen. Wie der im DAX notierte Duftstoff- und Aromenhersteller mitteilte, hat er den Rückkauf eigener Aktien für bis zu 400 Millionen Euro beschlossen. Das Programm läuft vom 1. Februar bis zum 31. Oktober.

Symrise weiter erholt dank Geschäftsverkauf und Rückkäufe

Die Aktien von Symrise haben am Dienstag ihre Erholung nach dem im Dezember erreichten Tief seit 2019 beschleunigt. Im Xetra-Handel zog der Kurs in der Spitze um mehr als sieben Prozent an auf ein Hoch seit Ende Oktober, nachdem der Duft- und Geschmacksstoffhersteller den geplanten Verkauf seines Terpenen-Geschäfts, ein Aktienrückkaufprogramm und Abschreibungen bekannt gegeben hatte. Der Kurs sprang dabei aber nicht nachhaltig über die 100-Tage-Linie. Im Verlauf ließ das Plus etwas auf 3,87 Prozent nach (73,58 Euro).

Analyst Edward Hockin von der US-Bank JPMorgan lobte den Aktienrückkauf, in dem er eine sinnvolle Verwendung der verfügbaren Bilanzmittel sieht. Ranulf Orr von der Citigroup sieht darin angesichts der niedrigen Bewertung ein Indiz dafür, dass das Management die Interessen der Anleger im Blick hat. Vorgesehen ist im Volumen von bis zu 400 Millionen Euro. Laut Virginie Boucher-Ferte von der Deutschen Bank spiegelt dies die Zuversicht des Unternehmens wider, dass die größten geschäftlichen Herausforderungen weitgehend bewältigt sind.

Den Verkauf des Geschäfts mit Terpenen wertet Citigroup-Fachmann Orr positiv, da einige Investoren bislang daran gezweifelt hätten, dass das Management dafür einen Käufer finden könne. Damit werde ein kapitalintensiver und zyklischer Geschäftsbereich aus dem Portfolio entfernt. Die Gespräche seien fortgeschritten, hatte Symrise am Vorabend nach Börsenschluss mitgeteilt. Thomas Schulte-Vorwick vom Bankhaus Metzler glaubt, dass die Veräußerung das Umsatzwachstum und die Margenstruktur des Konzerns verbessert.

Die Deutsche-Bank-Expertin Boucher-Ferte sieht Symrise an einem Wendepunkt nach der Abwertung der Aktien, die 2025 der mit einem Jahresminus von rund einem Drittel der schwächste Dax-Wert waren.

DOW JONES/dpa-AFX Broker

Bildquelle: Symrise

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