Nexperia-Konflikt: Amsterdamer Gericht entscheidet

15.01.2026 14:06:00

Im Konflikt um den Chip-Hersteller Nexperia mit Sitz in den Niederlanden haben die Anwälte des chinesischen Eigentümers Vorwürfe des Missmanagements zurückgewiesen.

Er habe nie versucht, das Unternehmen auszuhöhlen und die Produktion nach China zu verlagern, erklärten die Rechtsvertreter vom Mutterunternehmen Wingtech vor dem Wirtschaftsgericht in Amsterdam.

Das Gericht prüft nun, ob Kontrollmaßnahmen gegen die chinesische Führung von Nexperia aufrechterhalten bleiben. Die Richter wollen in etwa vier Wochen entscheiden.

Streit tritt Autoindustrie

Nexperia hat seinen europäischen Sitz im niederländischen Nimwegen und produziert Halbleiter, die vor allem für die Autoindustrie wichtig sind. Nach Berichten, dass der chinesische Eigentümer technologisches Wissen und Produktionskapazitäten nach China verlagern könnte, hatte das niederländische Wirtschaftsministerium im vergangenen Herbst in die Führung des Unternehmens eingegriffen.

Kurz darauf hatte das Wirtschaftsgericht auf Initiative von Vorstandsmitgliedern den chinesischen Vorstandsvorsitzenden suspendiert und einen Interims-Vorstand ernannt.

Konflikt mit Peking schwelt

Die Maßnahmen lösten einen heftigen Konflikt mit China aus. Peking hatte den Export von Nexperia-Chips gestoppt und damit auch europäische Autohersteller getroffen. Das Export-Verbot wurde zwar gelockert, doch China fordert weiter, dass die Kontrolle über das Unternehmen aufgehoben wird.

Die Verteidiger von Wingtech wiesen nun die Vorhaltungen zurück. Bei den Eingriffen der chinesischen Führung handele es sich lediglich um Vorsichtsmaßnahmen vor drohenden amerikanischen Handelseinschränkungen.

Dagegen bekräftigten die Rechtsvertreter von Nexperia die Vorwürfe gegen den Eigentümer und forderten eine eingehende Untersuchung des Gerichts.

/xx/DP/jha

AMSTERDAM (dpa-AFX)

Bildquelle: ZinetroN / Shutterstock.com

Werbung

Kursbewegungen mit Hebel nutzen

Handeln Sie beliebte Finanz­instrumente mit Hebel und partizipieren Sie an steigenden und fallenden Kursen (per CFD)!

Jetzt kostenloses Demokonto eröffnen! 5

5Hinweis zu Plus500: Plus500CY Ltd ist zugelassen und reguliert durch CySEC (#250/14). 79% der Klein­anleger­konten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten über­legen, ob Sie verstehen, wie CFD funktio­nieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko ein­zugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Weitere News zum Thema