Warum die Ölpreise fallen
Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März gab um zehn Cent auf 63,84 Dollar nach. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Februar sank um 49 Cent auf 58,95 Dollar.
Wie bereits zum Wochenbeginn hielten sich die Kursbewegungen in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Noch habe der Markt keine Eskalation des Grönlandstreits mit gegenseitigen Zöllen eingepreist, heißt es von Marktbeobachtern. Beim Weltwirtschaftsforum in Schweizerischen Davos werden zahlreiche führende Politiker aus den USA und der EU erwartet, die bei verschiedenen Treffen zu einer Entspannung der Lage beitragen könnten.
Generell stehen die Ölpreise derzeit unter Druck, weil am Markt ein Überangebot befürchtet wird. Zuletzt hatte unter anderem die Internationale Energieagentur mehrfach ein zu hohes Angebot in diesem Jahr prognostiziert.
Gestützt wurden die Ölpreise hingegen durch die jüngste Kurschwäche des US-Dollars, der zuletzt auch wegen des Grönlandstreits zu anderen wichtigen Währungen unter Druck stand. Da Rohöl auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine schwächere amerikanische Währung den Rohstoff günstiger, was die Nachfrage verstärkt.
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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)
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