Mautbox: So kommt man ohne Stau durch die Maustation

12.01.2026 23:47:00

Wer viel mit dem Auto durch Europa reist, kennt das Problem: lange Schlangen an den Mautstationen, umständliches Kramen nach Bargeld oder Karte und Zeitverlust. Eine Mautbox verspricht hier die Lösung.

Was ist eine Mautbox?

Eine Mautbox ist ein kleines elektronisches Gerät, das per Funk mit den Mautstationen kommuniziert. Sie muss im Auto nur einmal angebracht werden, häufig hinter dem Rückspiegel und schon kann man auf speziellen Spuren die Stationen passieren, ohne anzuhalten. Das spart besonders in der Hauptreisesaison Zeit und sorgt für eine übersichtliche Abrechnung. Der wohl größte Vorteil ist, dass man nicht mehr im Stau vor der Schranke stehen muss, um die Maut zu bezahlen.

Unterschiedliche Systeme

Die Herausforderung ist jedoch, dass jedes Land sein eigenes Mautsystem hat. In Italien dominiert der Telepass, in Frankreich das Liber-T für Pkw und TIS-PL für Lkw, in Spanien das VIA-T und in Portugal ViaVerde. Norwegen nutzt AutoPass, Slowenien DarsGO, Österreich die GO-Box für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen.

Für Vielreisende gibt es länderübergreifende Angebote. Die Maut1-Box etwa funktioniert in Österreich, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal sowie an ausgewählten Tunneln, Fähren und Parkplätzen wie t-online.de berichtet. Der Bip&Go-Transponder deckt Frankreich, Spanien, Portugal und Italien ab, während die EETS Box UTA One sogar bis zu 17 Mautkontexte in ganz Europa unterstützt - von Belgien über Norwegen bis nach Bulgarien, so alpacacamping.de.

Kosten und Angebote

Die Preise variieren stark. Für Frankreich gibt es beispielsweise Kurzzeitmieten ab 1,75 Euro pro Tag plus fünf Euro Aktivierungsgebühr. Jahresmieten wie beim Liber-T liegen bei rund 35 Euro. Das DKV-Modell für Camper deckt bis zu zehn Länder ab und kostet etwa 99 Euro pro Jahr, zuzüglich Maut- und Servicegebühren. Der ADAC bietet eine eigene Mautbox für Italien, Frankreich, Spanien und Portugal an. Sie kostet 22,90 Euro im Jahr, hinzu kommen einmalige Aktivierungs- und Versandkosten. Die aktuellen Preisangaben sollten jedoch vor der Bestellung geprüft werden.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Alexander Chaikin / Shutterstock.com, REDPIXEL.PL / Shutterstock.com

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