Infineon-Aktie unter Druck: Konzern kauft Sensorportfolio von ams-OSRAM
Wie der im DAX notierte Chiphersteller mitteilte, übernimmt er das nicht-optische Analog-/Mixed-Signal-Sensorportfolio von ams-OSRAM für 570 Millionen Euro. Der Konzern stärkt damit seine Position bei Sensoren für Automobil- und Industrieanwendungen und erweitert die Produktpalette bei Sensoren für medizinische Anwendungen.
Infineon geht davon aus, dass das zugekaufte Geschäft im Kalenderjahr 2026 einen Umsatz von rund 230 Millionen Euro erzielt wird. Sofort nach Abschluss der Transaktion soll es sich ergebnissteigernd auf den Gewinn pro Aktie auswirken. 230 Mitarbeiter in den Bereichen Forschung und Entwicklung und Management wechseln zu Infineon. Zudem hat der Konzern ein mehrjähriges Lieferabkommen mit AMS-Osram geschlossen. Der Deal umfasst keine Produktionsstätten.
"Das erworbene Geschäft passt strategisch perfekt zu Infineon und ergänzt unser starkes Angebot im Analog- und Sensor-Bereich", sagte Vorstandschef Jochen Hanebeck. Infineon wird am Mittwoch seine Zahlen für das erste Geschäftsquartal bis Ende Dezember veröffentlichen.
AMS-Osram positioniert sich mit dem Verkauf als ein Anbieter mit Fokus auf intelligente optische Halbleiter für Lichtemission und Sensorik. "Mit dem gezielten Verkauf unseres nichtoptischen Automotive-, Industrie- und Medizinsensorgeschäfts an Infineon für 570 Millionen Euro in bar schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir reduzieren unsere Verschuldung deutlich schneller als geplant und formen den führenden Anbieter in Digital Photonics", sagte AMS-Osram-CEO Aldo Kamper.
Im nachbörslichen Tradegate-Handel verliert die Infineon-Aktie 2,85 Prozent auf 40,75 Euro.DJG/mgo/flf
DOW JONES
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