Aeva Technologies-Aktie im Fokus: Was Anleger über den neuen NVIDIA-Partner wissen müssen
• Aeva liefert 4D-Lidar als Referenzsensor für die NVIDIA-DRIVE-Hyperion-Plattform
• Die Technologie soll automatisiertes Fahren auf Level 3 und Level 4 ermöglichen
• Serienfahrzeuge mit Aeva-Lidar sind ab 2028 geplant
Das US-amerikanische Unternehmen Aeva Technologies entwickelt Lidar-Sensoren für automatisiertes fahren. Lidar steht dabei für "Light Detection and Ranging" - beschreibt also eine Sensortechnologie, die mithilfe von Laserimpulsen die Umgebung eines Fahrzeugs in Echtzeit erfasst.
Das im kalifornischen Mountain View ansässige Unternehmen setzt auf eine eigene 4D-FMCW-Technologie, die Entfernungen und Objektgeschwindigkeiten gleichzeitig misst und für den Serieneinsatz ausgelegt ist.
Aeva erreicht den nächsten Meilenstein
Wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht, wurde Aevas 4D-FMCW-Lidar-Technologie als Referenzsensor für die autonome Fahrzeugplattform DRIVE Hyperion von NVIDIA ausgewählt. Die Partnerschaft bringt Aeva in eine zentrale Rolle innerhalb der Sensorarchitektur, auf die Automobilhersteller bei der Entwicklung automatisierter Fahrzeuge zurückgreifen.
Laut Aeva unterstreicht die Entscheidung die technologische Reife der eigenen Lösung. CEO Soroush Salehian erklärte, man fühle sich geehrt, dass Aeva-Lidar künftig als Lidar-Sensor für die Hyperion-Plattform eingesetzt werde. Dies zeige die wachsende Akzeptanz der Technologie bei Herstellern, die Fahrzeuge mit höherem Automatisierungsgrad auf den Markt bringen wollen.
4D-Lidar als technologische Besonderheit
Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht Aevas sogenannte FMCW-4D-Lidar-Technologie. Aus der Mitteilung des Unternehmens geht hervor, dass die Sensoren nicht nur dreidimensionale Positionsdaten erfassen, sondern zusätzlich die Geschwindigkeit jedes einzelnen Messpunkts bestimmen. Dadurch soll das System Verkehrsteilnehmer stabiler erkennen und Bewegungen zuverlässiger vorhersagen können.
Die Sensoren basieren auf einer Silizium-Photonik-Architektur und sind laut Aeva speziell für den Einsatz in Serienfahrzeugen entwickelt. Die Einbindung als Referenzsensor in eine offene Plattform wie DRIVE Hyperion erhöht die Sichtbarkeit der Technologie bei globalen Automobilherstellern und erleichtert deren Integration in unterschiedliche Fahrzeugprogramme.
Vom Referenzsensor zur Serienanwendung
Dass Aeva zunehmend als Serienlieferant wahrgenommen wird, zeigt auch der zeitliche Rahmen der Kooperation. Laut der Pressemitteilung des Unternehmens planen Aeva und NVIDIA, Produktionsfahrzeuge mit integrierter 4D-Lidar-Technologie ab 2028 zu unterstützen. Die Zusammenarbeit ist damit klar auf langfristige Serienprogramme ausgelegt.
Investor’s Business Daily zufolge präsentierte NVIDIA auf der CES 2026 erste Anwendungen der Plattform und nannte den Mercedes CLA als erstes Fahrzeug mit NVIDIA-basierter Autonomie-Technologie, dessen Marktstart für Anfang 2026 vorgesehen ist. Die vollständige Serienintegration von Aeva-Lidar ist für einen späteren Schritt geplant, verdeutlicht jedoch den Anspruch des Unternehmens, Teil künftiger Fahrzeugarchitekturen zu werden.
OEM-Aufträge stärken Aevas Position
Die Partnerschaft mit NVIDIA ist dabei nicht die erste ihrer Art. Schon im Dezember 2025 kündigte Aeva einen exklusiven globalen Serienauftrag eines großen europäischen Automobilherstellers an. Aeva stellt demzufolge als Tier-1-Lieferant Lidar-Systeme für eine Level-3-Fahrzeugplattform bereit, mit einer Laufzeit bis in die 2030er-Jahre.
Diese Entwicklung stärkt die Ausgangsposition des Unternehmens im Markt für automatisiertes Fahren. Die Kombination aus eigenen Serienaufträgen und der Rolle als Referenzsensor-Lieferant innerhalb der NVIDIA-Plattform zeigt, dass Aeva nicht nur als Technologieanbieter, sondern zunehmend als industriell relevanter Zulieferer wahrgenommen wird.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: