Novo Nordisk-Aktie und Eli Lilly-Aktie tiefer: FDA streicht Suizidwarnungen von Abnehmmitteln
• FDA: Keine Warnhinweise auf suizidale Gedanken bei GLP-1-Medikamenten mehr nötig
• Risiko laut Studiendaten nicht erhöht
• Entfernung des Hinweis ebnet Weg für potenzielle Marktausweitung
Die FDA hat die Hersteller von GLP-1-Gewichtsmedikamenten aufgefordert, Warnhinweise zu einem potenziellen Risiko für suizidale Gedanken von den Etiketten ihrer Abnehmmittel zu entfernen. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters". Betroffen davon sind unter anderem auch die Blockbuster-Medikamente "Wegovy" von Novo Nordisk und "Zepbound" von Eli Lilly.
Analyse von Studiendaten zeigt kein erhöhtes Risiko
Die Entscheidung der US-Arzneimittelbehörde folgt laut "Reuters" auf eine umfassende Analyse der vorhandenen Studiendaten. Die Überprüfung umfasste 91 placebokontrollierte Studien mit mehr als 107.000 Patientinnen und Patienten, von denen rund 60.000 GLP-1-Medikamente erhielten, und ergab laut FDA keine Hinweise darauf, dass die Mittel das Risiko für Suizidgedanken oder -verhalten erhöhen würden. Selbst andere psychiatrische Nebenwirkungen wie Angst, Depression oder Reizbarkeit seien nicht häufiger aufgetreten als in der Placebo-Gruppe.
Die bislang auf den Packungen in den USA abgedruckten Warnhinweise stammten aus der Zeit der Erstzulassung der Medikamente und basierten auf Berichten zu älteren Abnehmpräparaten. Sie sollten potenzielle Risiken frühzeitig adressieren. Die aktuelle Entscheidung der FDA markiert nun einen Wendepunkt, der das Sicherheitsprofil dieser Medikamente klarstellt und gleichzeitig regulatorische Unsicherheiten für Hersteller reduziert. In der EU enthielten die Beipackzettel der Arzneimittel keine entsprechenden Warnhinweise.
Bedeutung für Pharmaunternehmen und Reaktion der Anleger
Für die betroffenen Pharmakonzerne ist dies ein wichtiger Schritt, da mit der Entfernung der Suizidwarnungen der Weg für eine potenzielle weitere Marktausweitung geebnet wird. Ein Sprecher von Novo Nordisk begrüßte laut der Nachrichtenagentur die Empfehlung der FDA, die Warnungen von den Abnehmmedikamenten zu entfernen, während Eli Lilly die sorgfältige Prüfung durch die Behörde lobte und die weitere Zusammenarbeit zur Sicherstellung angemessener Sicherheitsinformationen ankündigte.
Anleger zeigten sich jedoch zunächst zurückhaltend: Nachdem die Novo Nordisk-Aktie am Dienstag in Kopenhagen um 1,11 Prozent auf 383,30 DKK zulegen konnte, ging es heute letztlich um 1,32 Prozent runter auf 378,25 DKK. Anteilsscheine von Eli Lilly büßten daneben am Dienstag an der NYSE 0,35 Prozent auf 1.077,19 US-Dollar ein und gaben im Handel am Mittwoch schlussendlich 0,29 Prozent nach auf 1.074,07 US-Dollar.
Redaktion finanzen.net
Bildquelle: Novo Nordisk, JHVEPhoto / Shutterstock.com
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