SAP-Aktie vor Bilanzvorlage wankelmütig - Analysten optimistisch gestimmt
• Erwartete Steigerung beim Gewinn je Aktie auf 1,507 Euro im Vergleich zum Vorjahr
• Umsatzprognosen der Analysten liegen bei durchschnittlich 9,746 Milliarden Euro
• Marktstimmung durch KI-Unsicherheit belastet
Analysten erwarten solides Wachstum trotz Marktturbulenzen
Kurz vor dem Ende der sogenannten Quiet Period am 29. Januar 2026 richten sich alle Augen auf die SAP-Zentrale in Walldorf. Die vorliegenden Schätzungen von insgesamt 17 Analysten deuten auf ein robustes Schlussquartal für das Geschäftsjahr 2025 hin. Im Durchschnitt wird ein Gewinn je Aktie von 1,507 Euro erwartet, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 1,370 Euro entspräche. Auch für das laufende erste Quartal 2026 sind die Experten zuversichtlich und taxieren den Gewinn je Aktie auf durchschnittlich 1,642 Euro. Diese Zahlen unterstreichen die Resilienz des Geschäftsmodells in einem Umfeld, das zuletzt von konjunkturellen Sorgen und geopolitischen Spannungen geprägt war.
Umsatzentwicklung im Zeichen der Cloud-Transformation
Hinsichtlich der Erlöse prognostizieren 18 Analysten für das abgelaufene vierte Quartal 2025 einen mittleren Umsatz von 9,746 Milliarden Euro. Dies markiert ein deutliches Plus gegenüber den 9,378 Milliarden Euro, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres erwirtschaftet wurden. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 rechnen die Experten bereits mit einem Sprung auf über 40 Milliarden Euro Umsatz. Dieser Wachstumskurs wird primär durch die konsequente Umstellung auf Cloud-Subskriptionen getrieben. Balajee Tirupati von der Citigroup betonte in seinem jüngsten Ausblick gegenüber seinen Kunden, dass die Branche derzeit einen Höhepunkt der Mollstimmung erlebe. Dennoch erwartet Tirupati eine anhaltend starke operative Entwicklung des Konzerns, was nach der Veröffentlichung des Berichts zu einer Entspannung bei den Anlegern führen könnte.
Aktienreaktion und technisches Bild im XETRA-Handel
Im XETRA-Handel zeigte sich die SAP-Aktie zuletzt volatil und konnte an die Rekordläufe des DAX nicht anknüpfen. Nachdem das Papier im bisherigen Jahresverlauf ein Hoch bei 213,45 Euro markierte, geriet es im Zuge einer Branchenrotation unter Druck. Am 22. Januar markierten die Anteile bei 189,84 Euro ein vorläufiges Jahrestief, erholten sich jedoch seither moderat. Am heutigen Handelstag notiert der Titel zeitweise 1,17 Prozent niedriger bei 198,60 Euro. Marktteilnehmer beobachten genau, ob die Unterstützung im Bereich von 190 Euro hält oder ob die Unsicherheit bezüglich der Wachstumsprofile durch künstliche Intelligenz zu weiteren Abverkäufen führt.
Nun bleibt nur abzuwarten, ob SAP mit seiner Bilanzvorlage Anleger überzeugen kann.
Redaktion finanzen.net
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