"Schrott"-Anlage?: US-Ökonom Peter Schiff warnt vor Strategys Bitcoin-Strategie

15.01.2026 22:42:00

Strategy hält Bitcoin im Milliardenwert - doch an der Börse wird das Unternehmen niedriger bewertet. Ökonom Peter Schiff übt scharfe Kritik an der Strategie des Unternehmens.

• Strategy besitzt Bitcoin im MIlliardenwert
• Börsenwert des Unternehmens liegt unter dem Wert der Bitcoin-Bestände
• Ökonom Peter Schiff kritisiert Bitcoin-Strategie des Unternehmens

Strategy hält Bitcoin im Milliardenwert

Am 29. Dezember teilte das Softwareunternehmen Strategy, das inzwischen zum größten Bitcoin-Besitzer auf Unternehmensebene aufgestiegen ist, via X (ehemals Twitter) mit: "Strategy hat 1.229 BTC für ca. 108,8 Millionen US-Dollar zu einem Kurs von ca. 88.568 US-Dollar pro Bitcoin erworben und damit eine Bitcoin-Rendite von 23,2 % bis zum Jahresende 2025 erzielt. Zum 28.12.2025 halten wir 672.497 BTC, die wir für ca. 50,44 Milliarden US-Dollar zu einem Kurs von ca. 74.997 US-Dollar pro Bitcoin erworben haben."

Unternehmen weniger wert als Bitcoin-Bestand

Das Unternehmen, das sein Softwaregeschäft mittlerweile hinten angestellt hat, hat derzeit an der NASDAQ einen Marktwert von rund 49,7 Milliarden US-Dollar, ist also weniger wert als die Summe seiner Bitcoin-Einlagen. Innerhalb der letzten zwölf Monate ging es für die Strategy-Aktie rund 50 Prozent abwärts auf zuletzt noch 179,33 US-Dollar (Stand: 14.01.2026). Im Sommer vergangenen Jahres hatten die Papiere bei 457,22 US-Dollar noch ein 52-Wochen-Hoch erreicht.

Dass das Gesamtunternehmen weniger wert ist, als seine Bitcoin-Einlagen, dürfte daran liegen, dass der Markt dem Geschäftsmodell des Unternehmens offenbar weniger zutraut. Es scheint als hätten Investoren mit dem jüngsten Kursrutsch am Kryptomarkt zunehmend das Vertrauen in die Strategie des Unternehmens verloren. Solange der Bitcoin nicht wieder zulegt, dürfte also wenig Aussicht auf eine Rückkehr zu alten Bewertungen bestehen.

Peter Schiff übt Kritik an Bitcoin-Strategie

Die von Strategy gemeldete BTC-Rendite von 23,2 Prozent seit Jahresbeginn 2025 bedeutet einen nicht realisierten Gewinn von 8,31 Milliarden US-Dollar, was etwa 16 Prozent über fünf Jahre entspricht, berichtet beincrypto.com. US-Ökonom Peter Schiff äußerte jedoch Zweifel an der Rendite des Unternehmens. Ein Buchgewinn von 16 Prozent über fünf Jahre ergebe nur etwas mehr als drei Prozent pro Jahr, was seiner Meinung nach im Vergleich zu klassischen Anlageklassen wenig sei. "MSTR wäre viel besser gefahren, wenn Saylor in fast jede andere Anlage als Bitcoin investiert hätte", zitiert beincrypto.com Schiff.

Kritik an Dividendenanhebung

Daneben kündigte Michael Saylor zum Monatsstart eine Erhöhung der Dividende ab diesem Jahr von 10 auf 11 Prozent an. Schiff betrachtet diese kritisch und warnte diesbezüglich vor möglicherweise noch schlechteren Renditen der Strategy-Aktie in diesem Jahr.

"Wie verzweifelt kann man sein? Sie können sich nicht einmal 10 % leisten, da Strategy Verluste macht - und jetzt sollen Sie 11 % zahlen? Das beweist nur, dass Ihre bevorzugte Anlage Schrott ist. Ich frage mich, wie viel Sie bis Jahresende noch zahlen müssen. MSTR wird 2026 wahrscheinlich noch schlechtere Renditen abwerfen.", kommentierte er den Beitrag von Saylor.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Krypotmarkt - insbesondere Bitcoin - und entsprechend auch die Strategy-Aktie im neuen Jahr weiterentwickelt.

Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Parilov / Shutterstock.com, JOCA_PH / Shutterstock.com

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