Aktien von Siemens und Stadler steigen: Milliarden-Auftrag von Dänischen Staatsbahnen
Ein jetzt unterzeichneter Rahmenvertrag sieht eine Option auf bis zu 100 weitere Züge vor, wie das deutsch-schweizer Konsortium mitteilte. Das Gesamtvertragsvolumen für das Konsortium wurde mit rund 3 Milliarden Euro beziffert.
Siemens Mobility übernimmt als Konsortialführer die elektrische Ausrüstung, einschließlich Antriebs- und Bremstechnik, Bordstromversorgung, Fahrzeug- und Zugsteuerung, Fahrgastinformationssystem sowie Drehgestelle. Stadler liefert Wagenkästen, Kupplungen, Innenausstattung und Sitze, Klimaanlagen sowie Türen und übernimmt die Endmontage der Züge.
Die ersten Züge sollen ab 2032 in Betrieb gehen. Weitere werden kontinuierlich bis 2040 ausgeliefert. Zum Auftrag gehört ein Service- und Wartungskonzept mit mehr als 30 Jahren Laufzeit. DSB will mit der Automatisierung die Taktfrequenz der Kopenhagener S-Bahn deutlich erhöhen und Kapazitäten für rund zehn Millionen zusätzliche Fahrten pro Jahr schaffen.
"Dieser Auftrag schafft das weltweit größte offene Bahnsystem mit automatisiertem Zugbetrieb", sagte Siemens-Mobility-CEO Michael Peter.
Die Siemens-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 0,61 Prozent höher bei 246,00 Euro, während Stadler Rail-Titel via SIX 2,05 Prozent auf 20,86 Euro anziehen.
DOW JONES
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