PVA TePla-Aktie tiefrot: Umsatz und Ergebnis 2025 sinken - Ausblick vorsichtig positiv
Dem im SDAX gelisteten Hersteller von Kristallzuchtanlagen für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie sowie von Anlagen zur Qualitätskontrolle etwa bei der Herstellung von Halbleitern machen Projektverzögerungen aufgrund der handelspolitischen Unsicherheiten zu schaffen. 2026 soll es wieder besser laufen und ab 2027 soll sich das Geschäft dann deutlich beleben. Konzernchefin Jalin Ketter setzt dabei auf einen kräftig gewachsenen Auftragseingang.
Händler monierten, dass die Profitabilität des Unternehmens im vergangenen Jahr die Erwartungen nicht erfüllt habe. Gravierender seien aber noch die Ziele für den Umsatz und den operativen Gewinn im Jahr 2026, die trotz gesunder Auftragseingänge deutlich hinter dem Schnitt der Analystenprognosen zurückgeblieben seien.
Für Analyst Constantin Hesse von Jefferies hat PVA Tepla im vierten Quartal durchwachsen abgeschnitten. Dabei habe der Auftragseingang die Erwartungen zwar um 50 Prozent übertroffen, den Ausblick auf 2026 sieht Hesse allerdings als negative Überraschung.
Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz in der Spanne von 255 bis 275 Millionen Euro. 2027 soll der Konzernumsatz dann mehr als 300 Millionen Euro erreichen. Am Ziel, den Konzernumsatz mittelfristig auf rund 500 Millionen Euro zu steigern, hält das Unternehmen fest. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet der Konzern im Jahr 2026 bei 26 bis 31 Millionen Euro.
Im vergangenen Jahr ging der Umsatz von PVA Tepla auf Basis vorläufiger Berechnungen auf rund 244 Millionen Euro zurück, nach 270 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wettenberg mitteilte. Dies lag im Rahmen der im Oktober gesenkten Prognose von 235 bis 255 Millionen Euro. Das operative Ergebnis sank von zuvor 47,8 Millionen auf rund 25 Millionen Euro, es lag damit am unteren Ende der zuletzt ausgegebenen Konzernziele. Der Auftragseingang stieg indessen 2025 auf rund 268 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es hier nur 150,6 Millionen Euro gewesen.
Die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 sollen am 19. März veröffentlicht werden./err/tav/mis
Jefferies belässt PVA Tepla auf 'Buy' - Ziel 31 Euro
Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für PVA TePla mit einem Kursziel von 31 Euro auf "Buy" belassen. Der Spezialanlagenbauer beispielsweise für die Kristallzüchtung in der Halbleiterbranche habe im vierten Quartal durchwachsen abgeschnitten, schrieb Constantin Hesse am Mittwoch. Dabei habe der Auftragseingang die Erwartungen um 50 Prozent übertroffen. Den Ausblick auf 2026 sieht Hesse allerdings als negative Überraschung.
Anlegern an der Börse reichte das aber nicht, die Aktie geriet unter Druck. Denn während die Zahlen für 2025 die Erwartungen teils erfüllten, liegen die Ziele für das laufende Jahr unter den mittleren Analystenschätzungen. Die PVA TePla-Aktie bricht auf XETREA zeitweise um 15,50 Prozent ein auf 21,16 Euro ein. Von den deutlichen Kursverlusten im Herbst infolge gesenkter Jahresprognosen hatte sich die Aktie im Januar zwar wieder erholt, zuletzt gab sie aber wieder nach. Seit Jahresbeginn hat sie nun rund fünf Prozent an Wert verloren.
/err/mis
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Bildquelle: PVA TePla AG