Apple-Aktie im Fokus: Wer Tim Cook als CEO beerben könnte
• Apple hat laut New York Times im Jahr 2025 die Nachfolgeplanung für CEO Tim Cook beschleunigt
• John Ternus, Senior Vice President of Hardware Engineering, gilt als Favorit für die Nachfolge
• Der Hardware-Chef leitete die Umstellung der Macs auf Apple-eigene Chips und führte das iPhone Air ein
John Ternus: Der stille Favorit aus dem Hardware-Bereich
Wie die New York Times am 8. Januar 2026 berichtete, hat Apple im vergangenen Jahr die interne Nachfolgeplanung für Tim Cook deutlich beschleunigt. Der 65-jährige Cook habe gegenüber führenden Managern signalisiert, dass er müde sei und seine Arbeitsbelastung reduzieren wolle, so drei mit den vertraulichen Überlegungen vertraute Personen gegenüber der Zeitung.
Als Favorit für die Nachfolge gilt John Ternus, der als Senior Vice President of Hardware Engineering die Entwicklung von iPhone, iPad, Mac und anderen Geräten verantwortet. Der 50-Jährige ist seit 2001 bei Apple - nahezu ein Vierteljahrhundert. Damit wäre er im gleichen Alter wie Cook, als dieser 2011 das Ruder von Gründer Steve Jobs übernahm. Laut dem Bericht zeichnet sich Ternus durch einen ruhigen, kooperativen Führungsstil und tiefgreifende Kenntnisse von Apples globaler Lieferkette aus - Eigenschaften, die auch Cook zugeschrieben werden.
Karriere geprägt von strategischen Entscheidungen
Ternus hat sich durch mehrere wegweisende Projekte profiliert. Wie aus dem Bericht der New York Times hervorgeht, leitete er maßgeblich die Umstellung der Mac-Computer von Intel-Prozessoren auf Apples eigene Chips im Jahr 2020. Auch das im vergangenen Jahr vorgestellte iPhone Air mit seinem schlanken Design geht auf seine Federführung zurück. Darüber hinaus sei Ternus in Apples Experimente mit faltbaren Smartphones eingebunden.
Ein Beispiel für seinen pragmatischen Ansatz: Um 2018 erwog Apple offenbar, eine 40-Dollar-Laserkomponente für erweiterte Augmented-Reality-Funktionen in alle iPhones einzubauen. Ternus sprach sich dafür aus, das teure Bauteil nur in den "Pro"-Modellen zu verbauen. Seine Begründung: Die treuesten Apple-Kunden würden die Technologie zu schätzen wissen, während der durchschnittliche Verbraucher den Mehrwert wahrscheinlich nicht erkenne.
Cook als künftiger Vorstandsvorsitzender - weitere Kandidaten im Rennen
Sollte Cook als CEO zurücktreten, würde er laut den Quellen der New York Times wahrscheinlich den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernehmen. Ein solcher Übergang würde dem Muster anderer Tech-Größen folgen - etwa Jeff Bezos bei Amazon oder Bill Gates bei Microsoft. Unter Cooks Führung seit 2011 wuchs Apples Marktwert von rund 350 Milliarden auf über 4 Billionen US-Dollar.
Apple bereitet jedoch nicht nur Ternus auf eine mögliche Nachfolge vor. Wie MacRumors am 8. Januar 2026 unter Berufung auf den NYT-Bericht schrieb, gelten auch Software-Chef Craig Federighi, Services-Leiter Eddy Cue, Marketing-Chef Greg Joswiak sowie Retail- und Personalchefin Deirdre O'Brien als potenzielle Kandidaten. Die nächste Hauptversammlung von Apple findet am 24. Februar 2026 statt - ein Termin, der von Beobachtern mit Spannung erwartet wird.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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