Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, rät nach wie vor zum Kauf der EquityStory-Aktie (ISIN DE0005494165/ WKN 549416).
Der EquityStory-Konzern sei nach eigenen Angaben mit über 2.500 Kunden ein führender Anbieter für Online-Unternehmenskommunikation im deutschsprachigen Raum. Zu der Produktpalette würden neben Services zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten auch die Verbreitung von Unternehmensmitteilungen, die Entwicklung von Finanzportalen und Webseiten, die Durchführung von Audio- und Video-Übertragungen sowie die Erstellung von Online-Finanzberichten gehören.
Wie von den Analysten erwartet, sei die EquityStory AG verhalten in das Geschäftsjahr 2009 gestartet. Der Umsatz habe sich im ersten Quartal um 6,6 Prozent auf 2,1 (Vj. 2,2) Mio. Euro zurückgebildet. Auf der Ergebnisebene habe EquityStory noch stärkere Rückgänge verzeichnet. Das operative Ergebnis (EBIT) sei um über ein Drittel auf 0,5 (0,8) Mio. Euro geschrumpft. Der Jahresüberschuss nach Steuern sei um fast die Hälfte auf 0,3 (0,6) Mio. Euro gesunken. Der gegenüber dem EBIT deutlichere Rückgang ergebe sich aus einer auf 34 (28) Prozent gestiegenen Steuerquote. Im Vorjahresquartal sei die Steuerquote aufgrund von Sondereffekten unterzeichnet gewesen.
Das Unternehmen erwarte noch ein durchwachsenes zweites Quartal. Der Vorstand sei aber weiterhin zuversichtlich, den Umsatzrückgang im Verlauf des zweiten Halbjahres durch neue Geschäftsaktivitäten im Bereich Unternehmenskommunikation kompensieren zu können. Positiv würden die Analysten den deutlichen Ausbau der Kundenbasis auf 2.500 (1.375) werten, der ihres Erachtens die gute Marktstellung und Akzeptanz der EquityStory AG unterstreiche.
Bemerkenswert sei aus ihrer Sicht die nach wie vor sehr gute Bilanzstruktur der EquityStory AG, die per 31.03.2009 nach wie vor lediglich kurzfristige Bankschulden in einer vernachlässigbaren Höhe von 7 Tausend Euro beinhalte. Dem stünden Zahlungsmittel in Höhe von knapp 1,9 Mio. Euro entgegen, so dass das Unternehmen eine Nettoliquidität in nahezu gleicher Größenordnung ausweise.
Die Eigenkapitalquote betrage zudem beachtliche 76 Prozent. Allerdings seien aufgrund von Dividenden- und Steuerzahlungen baldige Abflüsse zu erwarten, was jedoch der grundliegenden Einschätzung der Finanzausstattung des Unternehmens nicht widerspreche. Diese starke Finanzausstattung sichere der EquityStory AG nach Erachten der Analysten auch in der derzeitigen durchwachsenen gesamtwirtschaftlichen Lage Handlungsspielräume, um ggf. durch eine preisgünstige Akquisition die aktuellen Geschäftsaktivitäten zu ergänzen. Vorstand Achim Weick habe zwar aktuell konkrete Pläne verneint, aber der vorstehenden Aussage grundsätzlich zugestimmt.
Die von der EquityStory AG gemeldeten Zahlen für das erste Quartal 2009 hätten für die Analysten keine Überraschungen geborgen. Während sich das Umsatzminus noch in Grenzen gehalten habe, seien die Ergebniskennziffern aufgrund eines ungünstigen Umsatzmixes zu Lasten der höhermargigen Produkte im Bereich Meldepflichten deutlich hinter den vergleichbaren Vorjahreszahlen zurückgeblieben.
Die Analysten hätten ihre Schätzungen für 2009 jedoch nur leicht nach unten korrigiert, da sie davon ausgehen würden, dass ein großer Teil des derzeitigen Umsatz- und Ergebnisrückstandes vor allem im zweiten Halbjahr aufgeholt werden könne.
Da die langfristigen Perspektiven des Unternehmens ihres Erachtens weiterhin intakt sind, erneuern die Analysten von GSC Research ihre Kaufempfehlung für die EquityStory-Aktie mit einem leicht um 0,50 Euro auf 20,50 Euro gesenktem Kursziel. (Analyse vom 18.06.2009) (18.06.2009/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 18.06.2009