Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Alexander Karnick, Analyst der Deutschen Bank, stuft die Aktie von RWE (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) unverändert mit "hold" ein.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge habe der CEO von Gazprom (ISIN US3682872078/ WKN 903276) im Hinblick auf die Gasverträge von einer möglichen Einigung mit E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) und RWE bis Anfang Juli gesprochen. Sowohl RWE als auch E.ON würden davon ausgehen, dass eine Einigung wohl eher gegen Ende des Jahres möglich sei.
RWE habe eine Einigung bei der Guidance für 2013 berücksichtigt. Ein Abkommen schon in 2012 könnte Aufwärtspotenzial implizieren und das Vertrauen in die Gewinnentwicklung in 2013 stärken.
Die drei noch nicht angepassten Gasverträge mit Statoil (ISIN NO0010096985/ WKN 675213), Gasunie und Gazprom dürften bei RWE in 2012 für einen Verlust von 1,05 Mrd. EUR sorgen. Ein früherer Vergleich in allen Fällen könnte die EPS-Schätzung für 2012 um bis zu 29% begünstigen. Gazprom dürfte daran einen Anteil von 30 bis 40% haben, was einem zusätzlichen EPS-Potenzial in 2012 von 10 bis 15% entspreche.
Der Einfluss der möglichen Vereinbarungen hänge letztlich von den Details ab. Jedenfalls bestehe Potenzial für einen deutlichen Einfluss auf den Gewinn je Aktie. Der europäische Versorgersektor habe derzeit nur wenige positive Katalysatoren zu bieten. Eine Einigung würde die RWE-Aktie attraktiver machen.
Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten der Deutschen Bank bei ihrer Empfehlung die RWE-Aktie zu halten. (Analyse vom 21.06.12) (21.06.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.