11.07.2008 13:28
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UBS buy (SEB AG)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, bewertet die Aktie von UBS (ISIN CH0024899483/ WKN UB0BL6) mit "buy".

Die UBS habe angekündigt, dass das Ergebnis für Q2 voraussichtlich "ausgeglichen bis leicht negativ" sein werde (Daten am 12.08.). Allerdings würden die positiven Ergebnisbeiträge von Global Wealth Management & Business Banking und von Global Asset Management voraussichtlich durch einen weiteren hohen Verlust der Investmentbank mehr als neutralisiert werden. Denn der Markt für US-Immobilienkredite habe sich auch in Q2 nochmals abgekühlt, was erneut hohe Abschreibungen auf die bereits offen gelegten Risikopositionen mit sich bringen dürfte.

Am stärksten betroffen gewesen seien voraussichtlich die Kreditabsicherungsengagements gegenüber den Monolinern. Einige drohende Verluste hätten aber dank des weiteren Abbaus von Positionen und den Gewinnen aus Absicherungsgeschäften gemindert werden können. Das Q2-Ergebnis beinhalte darüber hinaus auch eine Steuergutschrift in Höhe von etwa 3 Mrd. CHF als Folge der bis heute angefallenen Verluste.

Die Nettoneugeldentwicklung sei allerdings negativ gewesen, was vor allem auf einen schwachen Monat April zurückzuführen gewesen sei. Im Mai und im Juni solle sich die Situation insbesondere bei Global Wealth Management & Business Banking wieder verbessert haben. UBS rechne mit einer BIZ-Kernkapitalquote (Tier 1) von etwa 11,5% und sehe deshalb keine Notwendigkeit, zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen.

Dank der zweiten Kapitalerhöhung (16 Mrd. CHF) sei UBS wieder gut kapitalisiert: Die Kernkapitalquote betrage 11,5%. Auch wenn in Q2 erneut hohe Abschreibungen angefallen sein sollten, sei dank der aktuell wieder besseren Kapitalausstattung und der zu erwartenden Einmalerträge keine weitere Kapitalmaßnahme nötig.

Die Risikopositionen dürften weiterhin reduziert werden. Das Gröbste der Finanzkrise sollte zurückliegen. Die Marktstellung in Wealth Management habe im Wesentlichen verteidigt werden können. UBS habe Chancen, sich langfristig wieder als entsprechende Größe zu zeigen. Auch das Investmentbanking dürfte nach der Reorganisation wieder an Bedeutung gewinnen. Auf freundlichere Kapitalmärkte sei UBS vorbereitet.

Für Q2 seien erneut sehr hohe Wertberichtigungen zu erwarten (weil sich die Marktbedingungen in Q2 erneut verschlechtert hätten). Nur mithilfe der jetzt für Q2 zu erwartenden einmaligen Steuergutschrift von rund 3 Mrd. CHF werde ein nochmaliger hoher Quartalsverlust voraussichtlich vermieden.

Auch in den "normalen", d.h. gesunden Bereichen entwickel(te)n sich die Kundenumsätze eher moderater, so die Analysten der SEB. Dies habe sich zuletzt deutlicher als erwartet z.B. im Asset Management gezeigt. Hier habe UBS für Q1 erstmals seit Jahren einen Mittelabfluss verzeichnet. Der insgesamt vorsichtig klingende Ausblick lasse darauf schließen, dass UBS auch in Q2 wohl einen Mittelabfluss habe hinnehmen müssen. Es werde der Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung in den USA erhoben.

Die Analysten der SEB stufen die UBS-Aktie mit dem Rating "buy" ein und sehen ein neues 12-Monats-Kursziel von 26 CHF nach zuvor 33 CHF. (Analyse vom 10.07.2008) (10.07.2008/ac/a/a)

Analyse-Datum: 10.07.2008

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