Die Analystin von der Erste Bank, Brigitte Kellerer-Wendelin, empfiehlt die Aktie von Wienerberger (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) zum Kauf.
Angesichts des schwierigeren Umfelds im laufenden Geschäftsjahr würden die Analysten in 2005 von einem Gewinnwachstum unter dem strategischen Wachstumsziel von Wienerberger von 10% pro Jahr ausgehen. Die gestarteten Restrukturierungsmaßnahmen zur Optimierung der Werksstrukturen vornehmlich in Ungarn, Polen und Deutschland würden in 2005 zusätzlich nicht wiederkehrende Kosten von EUR 11 Mio. verursachen. Aufgrund dieser Fakten hätten die Analysten ihre Gewinn je Aktie-Schätzung für das Gesamtjahr 2005 von EUR 2,63 auf EUR 2,40 zurückgenommen.
Mit der weiterlaufenden Expansion in allen Kernmärkten, der geplanten Weitergabe der gestiegenen Energiekosten durch Preiserhöhungen sowie laufenden Optimierungsmaßnahmen zur Steigerung der Ertragskraft in den aktuell sehr schwierigeren Märkten Deutschland, Polen und Ungarn würden die Analysten davon ausgehen, dass Wienerberger im kommenden Jahr wiederum ein 10%iges Ergebniswachstum erzielen werde. Angesichts der für das Geschäftsjahr 2005 reduzierten Basis hätten sie jedoch ihre Schätzungen für 2006 und 2007 ebenfalls nach unten hin angepasst. Sie würden jetzt von Gewinn je Aktie-Schätzungen für das Geschäftsjahr 2006 von EUR 2,78 (zuvor EUR 2,98) und für das Geschäftsjahr 2007 von EUR 3,19 (zuvor EUR 3,23) ausgehen.
Die Enttäuschung angesichts des schwächeren Wachstums im laufenden Geschäftsjahr sehe man in dem seit Sommer deutlich zurückgekommenen Kurs enthalten. Mit dem ab 2006 wiederum erwarteten Wachstum sähen die Wertpapierspezialisten auf 12-Monatssicht ein Kursziel von EUR 40 (zuvor EUR 34) je Aktie.
Angesichts eines Potenzials von mehr als 20% haben die Analysten von der Erste Bank die Wienerberger-Aktie von "halten" auf "Kauf" gestuft.
Analyse-Datum: 02.12.2005