Aktien Frankfurt Ausblick: Ruhiger Start ins Börsenjahr 2026 - Dax etwas höher

02.01.2026 08:15:38

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am ersten Börsentag des Jahres 2026 dürfte es am deutschen Aktienmarkt noch sehr ruhig zugehen. Am Freitag zwischen Neujahr und dem Wochenende sind viele Investoren noch nicht aus der Pause zum Jahreswechsel zurück. Unternehmens- sowie Wirtschaftsdaten sind Mangelware. Das Geschehen am Markt dürfte daher erst ab der kommenden Woche wieder Fahrt aufnehmen. Gerade bei etwas kleineren Einzelwerten sind bei erwartet geringem Handelsvolumen aber auch größere Ausschläge möglich.

Nach dem starken Börsenjahr 2025 mit einem Dax-Gewinn von 23 Prozent signalisierte am Freitag eine Stunde vor Beginn des Börsenhandels der X-DAX ein Plus von 0,35 Prozent auf 24.577 Punkte. Auch Gold und Silber sind nach ihren Rallys 2025 erst einmal weiter gefragt.

Der DAX hatte am letzten Handelstag 2025 die Marke von 24.500 Punkten zeitweise hinter sich gelassen und nur wenige Zähler darunter geschlossen. Bis zum Rekordhoch von 24.771 Punkten vom Oktober ist es nicht weit.

Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sieht den Dax jedoch vor einem herausfordernden Börsenjahr. Die Unternehmensgewinne seien im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekord geklettert, die Aktienkurse gleichzeitig allerdings deutlich stärker angestiegen als die Gewinne. "Und so geht der deutsche Leitindex mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 17,6 in das Jahr 2026. Beim Jahreswechsel 2024/2025 war das KGV mit 15,0 noch 2,6 Punkte billiger".

Neben dem Dauerbrenner Künstliche Intelligenz (KI) - hier befürchten Beobachter eine deutlichere Kurskorrektur in absehbarer Zeit - bleiben geopolitische Krisenherde im Fokus. In Europa lässt im Ukraine-Krieg ein echter Durchbruch weiterhin auf sich warten. In Amerika sorgt das Vorgehen der USA gegenüber Venezuela für Anspannung und in Asien könnte 2026 der China-Taiwan-Konflikt stärker zum Thema werden.

So bekräftigte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in seiner Neujahrsansprache den Anspruch auf eine Wiedervereinigung mit Taiwan. Das chinesische Militär hatte überdies diese Woche erneut große Manöver rund um Taiwan abgehalten. Beobachter werteten die Übungen unter anderem als Reaktion auf ein zuletzt genehmigtes US-Waffenpaket für Taipeh.

Die Inselrepublik Taiwan wird demokratisch regiert und ist auch für westliche Staaten unter anderem als Lieferant von Computerchips ein unverzichtbarer Partner.

Rüstungsaktien waren 2025 erneut unter den stärksten Werten am deutschen Aktienmarkt. Im Dax hatte Rheinmetall mit einem Kurszuwachs von 154 Prozent die Nase vorn. Das Fortdauern des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die damit einhergehenden Verteidigungsausgaben westlicher Länder trieben den Kurs nach oben.

An diesem Freitag legten Rheinmetall im vorbörslichen Handel auf Tradegate im Vergleich mit dem Xetra-Schluss moderat zu. Von ihrem Rekordhoch bei mehr als 2.000 Euro von Anfang Oktober sind sie aktuell aber deutlich entfernt./ajx/zb

Bildquelle: Julian Mezger für Finanzen Verlag

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