Tesla-Aktie im Fokus: Video zeigt Semi mit neuem Maßstab beim Schnellladen

15.01.2026 21:32:00

Tesla hat ein Video veröffentlicht, das den elektrischen Sattelschlepper Semi beim Laden mit beeindruckenden 1,2 Megawatt zeigt.

• Tesla Semi erreicht beim Laden beeindruckende 1,2 Megawatt Spitzenleistung am Megacharger
• 20 Kilowattstunden Energie werden pro Minute in die Batterie geladen
• Produktionsstart in Gigafactory Nevada für erste Jahreshälfte 2026 geplant

1,2 Megawatt Ladeleistung im Video demonstriert

Am 31. Dezember 2025 veröffentlichte der offizielle Tesla-Semi-Account auf der Plattform X ein Video, das Ingenieure bei einem Ladevorgang zeigt. Wie aus dem von Tesla veröffentlichten Video hervorgeht, erreichte der Elektro-Sattelschlepper dabei eine Spitzenleistung von 1,2 Megawatt beziehungsweise 1.206 Kilowatt. Die Aufnahmen zeigen Teslas Ingenieure, die den Ladevorgang am Megacharger überwachen, während die Leistung kontinuierlich ansteigt und schließlich die Maximalleistung erreicht. Die Aufnahmen geben erstmals einen konkreten Einblick in die Ladegeschwindigkeit des Elektro-Lkw, der 2026 in Serienproduktion gehen soll.

Bei einer Ladeleistung von 1,2 Megawatt werden pro Minute etwa 20 Kilowattstunden Energie in die Batterie geladen. Tesla hatte bereits bei der Vorstellung des Semi versprochen, dass der Lkw 70 Prozent seiner Reichweite in 30 Minuten nachladen können soll. Bei einer angestrebten Reichweite von 500 Meilen (etwa 800 Kilometer) und einer geschätzten Batteriekapazität von 850 bis 900 Kilowattstunden sind solche Laderaten erforderlich. Die gezeigte Leistung liegt deutlich über den 250 bis 350 Kilowatt, die bei Elektro-Pkws in Nordamerika üblich sind.

Überarbeitete Semi-Version mit neuem Ladesystem

Neben dem Ladevideo wurde Ende Dezember 2025 auch eine überarbeitete Version des Tesla Semi in der Nähe der Gigafactory Nevada gesichtet. Wie Teslarati berichtet, weist die neue Variante mehrere Design-Updates auf, darunter ein durchgehendes Lichtband an der Front, kürzere Seitenfenster und zusätzliche Kamerahalterungen. Die optischen Änderungen bringen den Semi näher an das Design anderer Tesla-Fahrzeuge wie Model Y und Cybercab heran.

Tesla-Semi-Program-Lead Dan Priestley erklärte auf X, dass der Lkw nun den neuesten MCS-Standard (Megawatt Charging System) verwendet. Die frühere Version des Semi nutzte eine Vorstufe dieses Standards (Version 2.4), die bereits Ladeleistungen über einem Megawatt ermöglichte. Der neue Stecker entspricht dem finalen MCS-Design, das als Industriestandard für schwere Elektrofahrzeuge vorgesehen ist. Die V4-Ladeschränke von Tesla sind darauf ausgelegt, Fahrzeuge mit Spannungen zwischen 400 und 1.000 Volt zu bedienen, und können bis zu 500 Kilowatt für Pkw wie den Cybertruck und bis zu 1,2 Megawatt für den Semi liefern.

Produktionsstart und Ladeinfrastruktur für 2026 geplant

Tesla bereitet die Serienproduktion des Semi in einem neuen Werksbereich nahe der Gigafactory Nevada vor. Der Autobauer strebt einen Produktionsstart in der ersten Jahreshälfte 2026 an, mit einer Hochlaufphase der Volumenproduktion in der zweiten Jahreshälfte des Jahres. Bislang liefert Tesla nur eine begrenzte Anzahl von Semi-Fahrzeugen an Pilotkunden wie PepsiCo aus, die die Lkw im Realbetrieb testen.

Parallel zum Produktionsaufbau arbeitet Tesla am Ausbau der Megacharger-Infrastruktur. Wie Electrek berichtet, plant das Unternehmen den Bau von 46 öffentlichen Megacharger-Stationen entlang wichtiger Frachtkorridore in den USA. Die ersten neun Standorte sollen die Verbindung zwischen Kalifornien und Texas entlang der Autobahnen I-10 und I-5 abdecken. Die Stationen werden mit Hochleistungsladepunkten, Solaranlagen und Megapack-Batteriespeichern ausgestattet, um eine netzunabhängige Versorgung zu ermöglichen. Die vollständige Inbetriebnahme des Netzwerks ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Bedeutung für den elektrischen Schwerlastverkehr

Die demonstrierte Ladegeschwindigkeit ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit elektrischer Sattelschlepper. Wie Electrek ausführt, können Diesel-Lkw in etwa 15 Minuten vollständig betankt werden, während lange Ladezeiten bei Elektro-Lkw die Einsatzmöglichkeiten einschränken würden. Mit 1,2 Megawatt Ladeleistung kann der Tesla Semi während der gesetzlich vorgeschriebenen Fahrpausen ausreichend Energie für die Weiterfahrt aufnehmen. In den USA müssen Lkw-Fahrer nach acht Stunden Fahrt eine Pause von mindestens 30 Minuten einlegen, was zeitlich mit dem angestrebten Ladeziel übereinstimmt.

Für die breite Einführung der Elektrifizierung im Schwerlastverkehr bleibt der Aufbau der Ladeinfrastruktur eine zentrale Herausforderung. Die Installation von Megacharger-Stationen mit 1,2 Megawatt Anschlussleistung erfordert entsprechende Netzanbindungen an Autobahnraststätten und Logistikzentren. Tesla setzt dabei zunehmend auf eigene Batteriespeicher, um Lastspitzen abzufangen und die Netzbelastung zu reduzieren.

D. Maier / Redaktion finanzen.net

Bildquelle: Ken Wolter / Shutterstock.com, Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

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