DAX nach starkem Jahresstart auf Richtungssuche: Kleine Verluste zum Wochenausklang

Nach seinem starken Jahresstart und neuen Rekorden zu Beginn der Woche tut sich der DAX inzwischen etwas schwerer. Im Freitagshandel waren kleine Verluste zu sehen.
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Der DAX eröffnete den Freitagshandel 0,06 Prozent niedriger bei 25.336,01 Punkten. Danach blieb er überwiegend knapp unterhalb der Nulllinie. Er beendete die Handelswoche mit leichten Verlusten von 0,22 Prozent bei 25.297,13 Punkten.
Der jüngste DAX-Rekord
Erst am Dienstag, den 13. Januar, hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Stimmung bleibt gut
Trotz der aktuellen Atempause ist kein grundlegender Stimmungswechsel erkennbar. Mit einem Plus von gut drei Prozent in den ersten beiden Wochen des Jahres ist im DAX bereits einiges eingepreist. Vom kleinen Verfall am Terminmarkt kamen kaum Impulse. Das Umfeld war ansonsten unverändert, die Themen lauteten Venezuela, Iran und auch Grönland.
Allgemein positiv wurde der Zolldeal zwischen den USA und Taiwan gewertet. Von der Societe Generale hieß es, Taiwan scheine mit dem von 20 auf 15 Prozent gesenkten Zöllen im Gegensatz zu Südkorea und Japan durch das Abkommen mehr Flexibilität zu genießen, was wahrscheinlich auf seine dominante und nahezu monopolistische Stellung im Bereich fortschrittlicher Chips zurückzuführen sei.
Anleger beobachten Situation um Grönland
Die Situation um Grönland blieb nach Gesprächen zwischen den USA und Dänemark weiterhin im Blick. Spitzenbeamte aus Dänemark und Grönland haben nach einem Besuch im Weißen Haus erklärt, dass sie Präsident Donald Trump nicht davon überzeugen konnten, seine Ambitionen zur Annexion Grönlands aufzugeben. Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen sagte dennoch, das Treffen sei ein positiver Schritt nach vorn gewesen, auch wenn es Trump in der Sache nicht umgestimmt habe. Eine "fundamentale Meinungsverschiedenheit" bleibe bestehen, sagte er, wenngleich die Gespräche fortgesetzt würden.
Mehrere Nato-Verbündete Dänemarks senden derzeit im Rahmen einer militärischen Erkundungsmission Soldaten auf die Arktisinsel. Es handelt sich bei der Erkundung unter der Führung Dänemarks nicht um eine Mission der Nato - die beteiligten Länder sind aber Mitgliedsstaaten der Verteidigungsallianz. Unter anderem Norwegen, Schweden, Finnland, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande schicken Soldaten. Einige sind Berichten zufolge bereits eingetroffen.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Dow Jones Newswires
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