DAX geht leichter ins Wochenende -- US-Börsen knapp im Minus -- Worthington plant Übernahme von KlöCo -- Novo Nordisk, Bayer, D-Wave, Siemens Energy, VW, ASML, Porsche, TSMC, DroneShield, BYD im Fokus
Oberster US-Gerichtshof hört Bayer im Glyphosat-Verfahren an. Trump droht Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen. OpenAI plant Einführung von Werbung in ChatGPT. Trump dämpft Erwartungen an Hassett als möglichen Fed-Chef. Schaeffler-Aktie mit neuem 52-Wochen-Hoch. UBS erhält erste Genehmigung für nationale Bankenlizenz in den USA. Inflationsrate fällt im Dezember unter EZB-Zielwert.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex bewegte sich am Freitag überwiegend schwächer.
Der DAX hat den Handelstag marginal leichter bei 25.336,01 Punkten begonnen und verbuchte im Anschluss leichte Verluste. Er beendete die Woche mit einem knappen Minus von 0,22 Prozent bei 25.297,13 Punkten.
Der TecDAX verzeichnete ebenfalls Abschläge, nachdem er zur Startglocke noch etwas höher notierte. Sein Schlussstand: 3.747,21 Punkte (-0,65 Prozent).
Nach dem kräftigen Auftakt ins neue Börsenjahr fehlte dem deutschen Aktienmarkt zum Ende der Woche neuer Schwung. Am Dienstag hatte der DAX mit 25.507 Punkten ein Rekordniveau erreicht und damit die starke Entwicklung zum Jahresende 2025 fortgesetzt. Seitdem mangelt es jedoch an Dynamik, die Märkte bewegen sich überwiegend seitwärts.
Trotz der aktuellen Atempause ist kein grundlegender Stimmungswechsel erkennbar. Zuletzt hatten vor allem Hoffnungen auf eine konjunkturelle Belebung in Deutschland den heimischen Aktienmarkt gestützt. Zusätzlich sorgten der weltweit weiter voranschreitende Ausbau von KI-Infrastrukturen sowie steigende Rüstungsausgaben für Rückenwind. Auch Zukunftsfelder wie Robotik und mittelfristig die Raumfahrt gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, sprach laut dpa-AFX derzeit von einer Verschnaufpause. Nach den zahlreichen Ereignissen zu Jahresbeginn an geopolitischen Brennpunkten wie Venezuela, Grönland und dem Iran müssten die Finanzmärkte diese Entwicklungen zunächst verarbeiten.
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Europas Börsen verzeichneten zum Wochenschluss moderate Abgaben.
Der EURO STOXX 50 fiel im Freitagshandel zurück, nachdem er marginal schwächer eröffnete. Er notierte letztlich noch 0,33 Prozent tiefer bei 6.021,19 Punkten.
Nach dem dynamischen Start ins Jahr zeigten sich damit erstmals Anzeichen einer Abschwächung. "Die Marktteilnehmer gehen zum Wochenschluss zunehmend vorsichtiger vor und lehnen sich nicht zu weit aus dem Fenster", stellte Marktexperte Andreas Lipkow laut dpa-AFX fest. "In der aktuellen Situation scheint es ratsamer zu sein, sich auch mal an den Seitenlinien aufzuhalten und nicht zu forsch an den Aktienmärkten zu agieren", fügte er hinzu.
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Die US-Börsen präsentierten sich zum Ende des Freitagshandels ein klein wenig tiefer.
Der Dow Jones ging bei 49.359,33 Punkten um 0,17 Prozent schwächer ins Wochenende. Er hatte zum Start nur knapp über seinem Vortagesschluss notiert und war dann auch im weiteren Verlauf um die Nulllinie geschwankt. Erst kurz vor Handelsende wurde das Minus ein klein wenig deutlicher.
Der NASDAQ Composite beendete den Handelstag mit einem minimalen Verlust von 0,06 Prozent auf 23.515,39 Zähler. Eröffnet hatte er noch klar im Plus, musste dann jedoch schon kurz darauf die Gewinne abgeben und pendelte dann nur noch in einer engen Range um seinen Vortagesschluss.
Zum Ende der Handelswoche halten sich die Anleger an den US-Aktienmärkten zurück - wohl auch, da am Montag aufgrund des Feiertages "Martin Luther King Day" die Börsen geschlossen bleiben. Etwas Unterstützung kam vor dem Wochenende abermals von den Geschäftszahlen und dem positiven Ausblick des taiwanischen Chipauftragsfertigers TSMC, dessen Prognosen die Sorgen vor einer möglichen KI-Blase vorerst gedämpft haben.
Belastend wirkten allerdings geopolitische Unsicherheiten. Zwar sorgte die Aussage von US-Präsident Trump, wonach die Spannungen im Iran nachließen, weiterhin für etwas Entspannung an den Aktienmärkten und ließ die Ölpreise sinken. Der Konflikt um Grönland blieb jedoch ungelöst. Mehrere Nato-Staaten haben Truppen auf die zu Dänemark gehörende Insel verlegt, auf die Trump Anspruch erhebt. Er begründet dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA und warnt davor, dass andernfalls China oder Russland die Kontrolle übernehmen könnten.
Die Berichtssaison in den USA macht derweil am Freitag eine kurze Pause.
Die wichtigsten asiatischen Börsen notierten zum Wochenende im Minus.
In Tokio verlor der Nikkei 225 am Freitag letztlich 0,32 Prozent auf 53.936,17 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sank der Shanghai Composite derweil um 0,26 Prozent auf 4.101,91 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong wies ein Minus von 0,29 Prozent auf 26.844,96 Einheiten aus.
An den asiatischen Börsen überwogen am Freitag die Verluste. Gefragt waren jedoch Technologieaktien, nachdem Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) mit einem starken Ausblick überzeugt hat.
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