Verhandlungen laufen

BYD-Aktie etwas höher: Offenbar Batterie-Partnerschaft mit Ford in Vorbereitung

16.01.26 21:23 Uhr

Aktien von BYD und Ford uneins: Mögliche Batterie-Allianz mit politischer Sprengkraft voraus? | finanzen.net

BYD und Ford sprechen offenbar über eine Zusammenarbeit bei Batterien für Hybridfahrzeuge. Der mögliche Deal besitzt einiges an politischer Sprengkraft.

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• BYD und Ford sprechen wohl über Batterie-Partnerschaft bei Hybrid-Fahrzeugen
• BYD-Batterien sollen womöglich an Ford-Werke außerhalb der USA gehen
• Politischer Gegenwind möglich

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Ford richtet seine Elektrifizierungsstrategie neu aus. Nachdem sich die Nachfrage nach reinen Elektroautos in wichtigen Märkten langsamer entwickelt hat als erwartet, setzt der Konzern wieder stärker auf Hybridmodelle. In diesem Zusammenhang führt Ford offenbar Gespräche mit dem chinesischen Autobauer und Batteriehersteller BYD über den Bezug von Batterien für bestimmte Hybridfahrzeuge. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Eine Option, die besprochen werde, sei dabei, dass die BYD-Batterien in Ford-Werke außerhalb der USA importiert werden. Die Gespräche befänden sich laut der Nachrichtenseite momentan jedoch noch in einem frühen Stadium, ein verbindlicher Vertrag wurde bislang nicht geschlossen und es sei auch nicht sicher, ob der Deal überhaupt zustande komme.

Eine offizielle Bestätigung über Gespräche der beiden Konzerne gibt es bislang nicht. Ein Sprecher von Ford sagte gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters" lediglich, dass man mit "vielen Unternehmen über viele Dinge" spreche.

Politisch heikler Schulterschluss

BYD ist längst nicht mehr nur ein chinesischer Autohersteller, sondern einer der weltweit größten Produzenten von Traktionsbatterien. Besonders die vergleichsweise günstigen und robusten Lithium-Eisenphosphat-Batterien des Unternehmens gelten als wettbewerbsfähig und technologisch ausgereift. Eine Partnerschaft mit Ford wäre für den chinesischen Konzern nun ein weiterer Schritt, um seine internationale Bedeutung weiter auszubauen.

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Brisant ist die mögliche Zusammenarbeit jedoch vor allem aus politischer Sicht. In den USA wird der Einfluss chinesischer Unternehmen auf Schlüsseltechnologien zunehmend kritisch gesehen. Batterien gelten als strategisches Gut, insbesondere im Kontext der Energie- und Verkehrswende. Peter Navarro, Handelsberater des Weißen Haus, äußerte sich daher auf dem Kurznachrichtendienst X kritisch zu den Plänen. "Ford will also gleichzeitig die Lieferkette eines chinesischen Konkurrenten stützen und und sich anfälliger für die Erpressung durch genau diese Lieferkette machen? Was kann da schon schiefgehen?", schrieb er.

Ford und BYD arbeiten in China bereits zusammen

Ganz neu wäre eine Zusammenarbeit zwischen Ford und BYD allerdings nicht. Wie "CnEVPost" berichtet, kooperieren beide Unternehmen bereits in China beim SUV Bronco. So kommen sowohl bei der batterieelektrischen Version des Ford Bronco als auch bei dem Modell mit erweiterter Reichweite Balde-Batterien von BYD zum Einsatz. Diese bereits bestehende Zusammenarbeit könnte nun womöglich als Türöffner für weitere Projekte dienen.

So reagieren die Aktien von BYD und Ford

An den Finanzmärkten wird der Bericht über die mögliche Batteriepartnerschaft zwischen Ford und BYD eher verhalten aufgenommen. So legte die BYD-Aktie am Freitag in Hongkong zum Handelschluss um 0,10 Prozent auf 99,20 HKD zu. Anteilsscheine von Ford verloren am Donnerstag an der NYSE letztlich 0,22 Prozent auf 13,81 US-Dollar und zeigen sich im Freitagshandel zeitweise 1,17 Prozent tiefer 13,65 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Robert Way / Shutterstock.com, Radu Bercan / Shutterstock.com

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