Die größten Kapitalvernichter 2025

Platz 10: Das Ranking
Das Schwarzbuch Börse der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger zeigt erneut klare Muster: hohe Renditeversprechen, intransparente Strukturen, aggressive Finanzierung und mangelnde Kontrolle. Für Privatanleger ist das Ranking weniger Rückblick als Warnsignal. Stand der Daten ist der 19.12.2025.
Quelle: sdk.org, Bild: interstid / Shutterstock.com
Platz 9: Soravia
Den neunten Platz belegt der Immobilienkonzern Soravia bzw. dessen Finanzierung über die Hamburger One Group. Rund 11.000 Anleger investierten etwa 410 Millionen Euro in nachrangige Darlehen. Durch die Restrukturierung der One Group stehen Privatanleger rechtlich am Ende der Gläubigerkette. Während Banken besichert sind, ist für viele Investoren unklar, wie viel ihres Kapitals sie jemals wiedersehen werden.
Quelle: sdk.org, Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Platz 8: Degag
Auf Rang acht landet die Degag Deutsche Grundbesitz Holding. Bis zu 6.300 Anleger investierten über nachrangige Genussrechte insgesamt mindestens 282 Millionen Euro. Nach dem Insolvenzantrag stellte sich heraus, dass die Holding mit rund 1,1 Milliarden Euro überschuldet ist. Der Schaden wird auf mindestens 430 Millionen Euro geschätzt. Ein erheblicher Teil dürfte für Privatanleger verloren sein.
Quelle: sdk.org, Bild: Jirsak / Shutterstock.com

Platz 7: Sympatex
Rang sieben geht an Sympatex Holding. Nach der Emission einer Unternehmensanleihe kam es 2017 zu einer drastischen Restrukturierung mit Kapitalschnitt, Zinsverzicht und unklaren Eigentümerwechseln. 2025 endete ein Strafverfahren gegen mehrere Beteiligte wegen versuchten Betrugs mit Bewährungs- und Geldstrafen. Für Anleihegläubiger bleiben die Aussichten auf nennenswerte Rückzahlungen äußerst gering.
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Platz 6: BayWa
Auf Platz sechs folgt der Traditionskonzern BayWa. Nach jahrelanger kreditfinanzierter Expansion geriet das Unternehmen 2024 in eine schwere Krise. Steigende Zinsen, operative Probleme und fragwürdige Personalentscheidungen belasteten den Konzern massiv. Innerhalb eines Jahres verlor die Aktie rund 73 Prozent an Wert. Die SdK kritisiert insbesondere die fehlenden personellen Konsequenzen im Aufsichtsrat.
Quelle: sdk.org, Bild: BayWa AG

Platz 5: EV Digital Invest
Rang fünf belegt EV Digital Invest. Die Aktie fiel seit dem Börsengang 2022 von rund 12 Euro auf etwa 1 Cent. Im Juli 2025 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Bereits vor der Insolvenz stellte ein Gericht fest, dass Anleger in mehreren Fällen getäuscht wurden. Das Investitionsvolumen der betroffenen Anleger beläuft sich auf hohe zweistellige Millionenbeträge. Die Chancen auf Rückzahlungen gelten als gering.
Quelle: sdk.org, Bild: Miha Creative / Shutterstock.com

Platz 4: Northern Data
Auf Platz vier rangiert Northern Data. Das Unternehmen kündigte über Jahre milliardenschwere KI-Deals und Börsengänge an, die jedoch nicht realisiert wurden. Die Marktkapitalisierung lag Ende 2025 nur noch bei rund 1,5 Milliarden Euro - fast viermal niedriger als zu Jahresbeginn. Auch der geplante Einstieg von Rumble brachte bislang keine Klarheit, sondern neue Unsicherheit für Anleger.
Quelle: sdk.org, Bild: Stock-Asso / Shutterstock.com

Platz 3: Elaris
Rang drei geht an den Elektroauto-Importeur Elaris. Der Börsenstart erfolgte im März 2024, bereits im Januar 2025 folgte der Insolvenzantrag. Ursprünglich angekündigte Umsätze von 60 bis 90 Millionen Euro für 2024 wurden kurz vor der Insolvenz auf 8 bis 10 Millionen Euro reduziert. Laut SdK wurden Umsätze aus Autoverkäufen verbucht, obwohl Fahrzeuge noch nicht ausgeliefert waren. Für Anleger endete das Investment im nahezu vollständigen Kapitalverlust.
Quelle: sdk.org, Bild: Summit Art Creations / Shutterstock.com

Platz 2: Cliq Digital
Auf Rang zwei folgt Cliq Digital. Nach Kursen von bis zu 40 Euro im Jahr 2021 und über 20 Euro Anfang 2024 fiel die Aktie bis Ende 2025 auf rund 1,35 Euro. Das entspricht einem Wertverlust von mehr als 90 Prozent. Angekündigte Delisting- und Rückkaufpläne wurden gestoppt, Prognosen mehrfach zurückgezogen. Gleichzeitig stiegen die Vorstandsvergütungen deutlich, während Aktionäre lediglich eine Dividende von 4 Cent je Aktie erhielten.
Quelle: sdk.org, Bild: Gaurav Paswan / Shutterstock.com

Platz 1: CR Energy
Den Spitzenplatz im Negativ-Ranking belegt CR Energy AG. Zu Jahresbeginn 2025 notierte die Aktie noch bei rund 5 Euro, inzwischen liegt der Kurs bei etwa 5 Cent. Ende Mai 2025 stellte das Unternehmen einen Insolvenzantrag. Besonders brisant: Laut Halbjahresbericht 2024 standen Verbindlichkeiten von rund 6 Millionen Euro einem Eigenkapital von etwa 394 Millionen Euro gegenüber - rechnerisch eine Eigenkapitalquote von rund 98 Prozent. Wo das Kapital geblieben ist, ist ungeklärt. Für Aktionäre bedeutete die Insolvenz faktisch einen Totalverlust.
Quelle: sdk.org, Bild: Kmpzzz / Shutterstock.com
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