TSMC-Aktie stark: Analysten heben Kursziel an - Expansion in den USA nach Handelsdeal
Die USA und Taiwan haben ein Handelsabkommen unterzeichnet, das die amerikanische Halbleiterproduktion ankurbeln soll. Im Gegenzug werden Zölle gesenkt.
Werte in diesem Artikel
• TSMC profitiert von Handelsabkommen zwischen USA und Taiwan
• Fertigung in Arizona wird erweitert
• Analysten werden für TSMC nach Bilanzvorlage und Ausblick optimistischer, auch andere Aktien dürften profitieren
Der Deal soll die Bemühungen der Trump-Regierung unterstützen, kritische Industrien zurück in die USA zu holen.
Im Rahmen der Vereinbarung wird TSMC seine Fertigung in Arizona um mehrere neue Fabriken erweitern. Dies sei Teil einer Gesamtinvestition von 250 Milliarden Dollar in den USA, teilte das Handelsministerium mit. Im Gegenzug senken die USA die Zölle auf Importe aus Taiwan von 20 auf 15 Prozent. Taiwanische Chipunternehmen, die wie TSMC verstärkt in Amerika investieren, werden von Zöllen ausgenommen.
Citi schraubt Kursziel für TSMC-Aktie nach oben
Für die Aktie von TSMC (Taiwan Semiconductor) ging es am Freitag an der Börse in Taiwan um 2,96 Prozent auf 1.740,00 TWD nach oben. An der NYSE legte der TSMC-ADR bereits am Vortag um 4,44 Prozent auf 341,64 US-Dollar zu und zog am Freitag letztlich um weitere 0,23 Prozent auf 342,44 US-Dollar an. Der Konzern hatte am Donnerstag nach Handelsschluss in Taiwan einen unerwartet starken Ausblick veröffentlicht.
Das Angebot an modernen Chips von TSMC könnte für einige Zeit knapp bleiben, urteilen die Analysten der Citigroup. Sie haben das Kursziel für die TSMC-Aktie von 2.450 auf 2.600 Taiwan-Dollar angehoben.
Trotz der steigenden Kosten für fortschrittlichere Knoten sei KI sowohl für den Umsatz als auch für die Marge positiv. Dies stärke die Fähigkeit des Unternehmens, seine branchenführende Profitabilität über den gesamten Zyklus hinweg aufrechtzuerhalten, so die Analysten. Beim Advanced Packaging gehen die Analysten davon aus, dass die Kapazität von TSMC im Jahr 2026 1,2 bis 1,3 Millionen Wafer erreichen und im Jahr 2027 auf 1,8 bis 2 Millionen steigen könnte.
TSMC-Zahlen schieben auch weitere Aktien an
Die erhöhten Investitionsausgaben von TSMC geben auch japanischen Herstellern von Wafer-Fab-Ausrüstung Rückenwind, wie Macquarie-Analyst Hiroshi Taguchi anmerkt. Die angekündigten Ausgaben und die Investitionspläne für Foundry 2.0 von TSMC seien positiv für Hersteller mit einem hohen Anteil an Front-End-Prozessen, darunter Tokyo Electron, SCREEN Holdings und KOKUSAI, so der Analyst. Die Aktien von Tokyo Electron zeigten sich am Freitag in Japan jedoch schlussendlich 1,03 Prozent schwächer bei 42.150 JPY. Daneben verloren KOKUSAI-Papiere letztlich 0,99 Prozent auf 6.188,00 JPY, während Anteilsscheine von SCREEN um 5,86 Prozent auf 17.870 JPY kletterten.
Der Anstieg der Investitionsquote von TSMC in den Bereichen Advanced Packaging, Testen und Maskenherstellung in diesem Jahr dürfte japanischen Unternehmen wie Advantest, Disco und IBIDEN zugutekommen. Für die Advantest-Aktie ging es am Freitag in Japan schließlich um 1,38 Prozent hoch auf 22.800,00 JPY, während Disco-Aktien um 2,54 Prozent auf 60.600,00 JPY anzogen und Anteilsscheine von IBIDEN um 4,72 Prozent auf 7.835,00 JPY anzogen.
In Seoul gewannen daneben die Aktien von Samsung Electronics letztlich 3,47 Prozent auf 148.900,00 KRW und die Anteilsscheine von SK hynix 0,93 Prozent auf 756.000,000 KRW.
Dow Jones Newswires / Redaktion finanzen.net
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