US-Zolldrohungen im Grönland-Streit: DAX schließt unter 25.000 Punkten -- US-Börsen im Feiertag -- adidas, SAP, DroneShield, Rüstungsaktien, Novo Nordisk, D-Wave, NVIDIA, Alphabet, Bayer im Fokus
US-Zollpläne belasten Aktien von BMW, VW, Mercedes und Porsche. Analysten-Upgrade für Gerresheimer. SUSS MicroTec verlängert Vorstandsverträge. Verfahren des Verbraucherverbands gegen Meta wird fortgesetzt. Trump will gegen JPMorgan vorgehen. Elon Musk fordert milliardenschwere Entschädigung von OpenAI und Microsoft. Beazley: Zurich unterbreitet Kaufangebot.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex präsentierte sich im Handel am Montag mit kräftigen Abgaben.
Der DAX ging bereits unterhalb der psychologisch-wichtigen 25.000er-Marke in den Handel. Danach verharrte er in der Verlustzone und beendete die Sitzung 1,34 Prozent schwächer bei 24.959,06 Punkten.
Der TecDAX startete ebenfalls leichter und verzeichnete auch im Laufe des Tages deutliche Verluste.
Die Aussicht auf einen erneuten Handelskonflikt zwischen den USA und Europa belastete den deutschen Aktienmarkt zum Wochenbeginn spürbar. Die runde Marke von 25.000 Punkten geriet dabei wieder ins Wanken.
US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende im Zusammenhang mit dem Grönland-Streit angekündigt, ab dem 1. Februar Strafzölle von zehn Prozent und ab dem 1. Juni Zölle von 25 Prozent einzuführen. Die Maßnahmen sollen solange gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Betroffen sind acht europäische Nato-Staaten, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa plant daher einen Sondergipfel am Donnerstag.
Marktbeobachter sehen darin ein deutliches Zeichen wachsender Unsicherheit. "Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners laut dpa-AFX. Experten warnen jedoch vor einer potenziell noch nie dagewesenen Eskalation durch Zölle, Gegenzölle und weitere wirtschaftliche Maßnahmen. Anders als in früheren Handelskonflikten könnte die Europäische Union diesmal voraussichtlich nicht nachgeben, so Altmann.
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Europas Börsen verbuchten am Montag kräftige Verluste.
Der EURO STOXX 50 eröffnete den Handel klar im Minus und verblieb auf tiefrotem Terrain.
Anleger beobachteten zum Wochenauftakt einen schwachen Handel an den Märkten. Die Forderungen von US-Präsident Trump in Bezug auf Grönland sorgten für spürbare Verunsicherung. Besonders problematisch ist, dass die US-Börsen an diesem Tag geschlossen bleiben, wodurch eine wichtige Orientierung fehlt, wie amerikanische Anleger auf die Eskalation durch die Trump-Administration reagieren würden.Belastend wirkt nicht nur die Drohung mit zusätzlichen Zöllen von zehn Prozent, sondern auch, dass dadurch die Zustimmung zum bereits ausgehandelten US-EU-Zollabkommen vorerst auf Eis gelegt wird.
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Die US-Börsen bleiben zum Wochenstart geschlossen.
Der Dow Jones ging am Freitag bei 49.359,33 Punkten um 0,17 Prozent schwächer ins Wochenende. Er hatte zum Start nur knapp über seinem Vortagesschluss notiert und war dann auch im weiteren Verlauf um die Nulllinie geschwankt. Erst kurz vor Handelsende wurde das Minus ein klein wenig deutlicher.
Der NASDAQ Composite beendete den Handel vor dem Wochenende mit einem minimalen Verlust von 0,06 Prozent auf 23.515,39 Zähler. Eröffnet hatte er noch klar im Plus, musste dann jedoch schon kurz darauf die Gewinne abgeben und pendelte dann nur noch in einer engen Range um seinen Vortagesschluss.
Am Montag findet an den US-Aktienbörsen wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" kein Handel statt. Zuvor hatten sich die Anleger am Freitag zurückgehalten. Etwas Unterstützung kam vor dem Wochenende abermals von den Geschäftszahlen und dem positiven Ausblick des taiwanischen Chipauftragsfertigers TSMC, dessen Prognosen die Sorgen vor einer möglichen KI-Blase vorerst gedämpft haben.
Belastend wirkten allerdings geopolitische Unsicherheiten. Zwar sorgte die Aussage von US-Präsident Trump, wonach die Spannungen im Iran nachließen, weiterhin für etwas Entspannung an den Aktienmärkten und ließ die Ölpreise sinken. Der Konflikt um Grönland blieb jedoch ungelöst. Mehrere Nato-Staaten haben Truppen auf die zu Dänemark gehörende Insel verlegt, auf die Trump Anspruch erhebt. Er begründet dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA und warnt davor, dass andernfalls China oder Russland die Kontrolle übernehmen könnten.
Die Berichtssaison in den USA machte am Freitag eine kurze Pause.
Die wichtigsten asiatischen Börsen notierten am Montag überwiegend im Minus.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,65 Prozent auf 53.583,57 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite dagegen um 0,29 Prozent auf 4.114,00 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong wies schlussendlich ein Minus von 1,05 Prozent auf 26.563,90 Einheiten aus.
Die asiatischen Finanzmärkte zeigten sich uneinheitlich angesichts der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, mögliche neue Zölle gegen acht europäische Staaten zu verhängen. Während einige Börsenindizes Gewinne verbuchten, mussten andere Verluste hinnehmen. Dennoch fielen die Ausschläge insgesamt eher moderat aus.
Im Fokus standen zudem chinesische Wirtschaftsdaten. So hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um 4,5 Prozent erhöht, blieb damit aber knapp unter der Prognose einer Zunahme um 4,6 Prozent. Damit erreichte Peking allerdings sein offizielles Wachstumsziel und knüpfte an das reale BIP-Wachstum von 5 Prozent aus dem Jahr 2024 an.
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