DAX letztlich stärker -- US-Börsen schließen im Plus -- TSMC mit starkem Quartalsbericht -- Blackstone, TUI, NVIDIA, BYD, DroneShield, Honeywell, thyssenkrupp, Rüstungsaktien, Microsoft im Fokus
Nach TSMC-Quartalszahlen: Halbleiterwerte ASML, Infineon & Co. im Blick. UBS: Erste Genehmigung für nationale Bankenlizenz in den USA. Rio Tinto und BHP: Ausweitung der Erzförderung in Australien. Rivian: UBS-Analyst warnt vor überzogenen Erwartungen. Novo Nordisk erhält positive UBS-Analyse. Schaeffler erreicht 52-Wochen-Hoch. Alphabet: Google-Konzern setzt sich über 4-Billionen-Marke fest.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex bewegte sich am Donnerstag letztlich aufwärts.
Der DAX eröffnete kaum verändert und behielt die stabile Tendenz nach einem leichten Rutsch unter die Nulllinie lange bei. Am späten Nachmittag kletterte er in die Gewinnzone. Dort beendet er den Handel mit einem Plus von 0,26 Prozent bei 25.352,39 Punkten.
Der TecDAX befand sich lange auf Richtungssuche, nachdem er zur Startglocke marginal höher notierte. Er verabschiedet sich marginale 0,09 Prozent fester bei 3.772,56 Stellen in den Feierabend.
Nach dem leichten Rücksetzer zur Wochenmitte präsentierte sich das deutsche Börsenbarometer wieder eine Spur höher.Der DAX hatte am Mittwoch rund ein halbes Prozent nachgegeben, nachdem er tags zuvor mit 25.507 Punkten ein neues Rekordhoch markiert hatte. Das Jahresplus liegt damit weiterhin bei rund vier Prozent. Auch an der Wall Street kam es zuletzt zu Gewinnmitnahmen, die Verluste verringerten sich jedoch nach Handelsschluss in Europa. Der marktbreite S&P 500 verteidigte dabei erfolgreich seine 21-Tage-Linie.
Die im Tagesverlauf von BlackRock, Goldman Sachs und Morgan Stanley vorgelegten Quartalsergebnisse fielen größtenteils besser aus, als von Analysten erwartet. Sowohl die Zahlen als auch die am Nachmittag veröffentlichten US-Daten entpuppten sich nicht als Kurstreiber.
Nach bereits zinsdämpfenden US-Konjunktursignalen am Vortag bestätigten neue Daten die Einschätzung, dass kurzfristige Zinssenkungen unwahrscheinlich sind. Starke Stimmungsindizes aus New York und Philadelphia sowie sinkende Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sprechen gegen eine baldige Lockerung, während der Markt bis Jahresende zwei kleinere Schritte einpreist.Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Anleger an Europas Börsen fassten am Donnerstag Mut.
Der EURO STOXX 50 konnte letztlich Gewinne verzeichnen, nachdem er den Donnerstagshandel minimal stärker aufgenommen hatte. Sein Schlussstand: 6.047,49 Punkte (+0,71 Prozent).
Nach dem Rücksetzer zur Wochenmitte ließen sich an den europäischen Börsen am Donnerstag wieder Kursgewinne beobachten. Für Auftrieb sorgte vor allem der deutliche Rückgang der Ölpreise. Händler führten dies auf eine vorübergehende Entspannung in der Iran-Krise zurück - Hinrichtungen von Demonstranten, wie sie US-Präsident Donald Trump gefordert hatte, blieben bislang aus.
Im Fokus stand zudem die laufende Berichtssaison. Neben Taiwan Semiconductor legten am Nachmittag auch Goldman Sachs und Morgan Stanley ihre Geschäftszahlen vor. Zusätzliche Impulse lieferten US-Konjunkturdaten, insbesondere der Philadelphia-Fed-Index, der Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung in der Region gibt.
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Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag freundlich.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung mit einem kleinen Plus und baute seine Gewinne im Verlauf etwas aus. Er beendete die Sitzung 0,60 Prozent höher bei 49.442,44 Punkten.
Der NASDAQ Composite startete den Handelstag derweil mit einem kräftigen Aufschlag. Er hielt sich im Laufe des Handelstages zwar im Plus, doch die Gewinne schmolzen bis zum Handelsende etwas ab. Letztlich notierte er noch 0,25 Prozent fester bei 23.530,02 Zählern.
Angetrieben durch die spektakuläre Wachstumsprognose des Halbleiterriesen TSMC legten die US-Börsen am Donnerstag zu. Zahlreiche Zulieferer der Chip-Branche in den USA erlebten einen ordentlichen Schub. Stützend wirkten auch starke Wirtschaftsdaten und nachlassende geopolitischen Spannungen sowie in der Folge deutlich sinkenden Erdölpreisen.
Parallel dazu legten mit Goldman Sachs und Morgan Stanley zwei weitere US-Großbanken ihre Quartalszahlen vor und übertrafen damit überwiegend die Markterwartungen. Auch beim Vermögensverwalter BlackRock lagen die im vierten Quartal 2025 betreuten Assets leicht über dem Konsens.
Die wichtigsten asiatischen Börsen notierten am Donnerstag im Minus.
In Tokio verlor der Nikkei 225 am Donnerstag schlussendlich 0,42 Prozent auf 54.110,50 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sank der Shanghai Composite derweil um 0,33 Prozent auf 54.110,50 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong wies ein Minus von 0,28 Prozent auf 26.923,62 Einheiten aus.
Nach den jüngsten Rekordständen verzeichneten die Tokioter Börse sowie auch die Aktienmärkte in China am Donnerstag Kursverluste, so Dow Jones Newswires. Hintergrund sind laut Marcel Thieliant von Capital Economics abnehmende Erwartungen an eine deutliche Lockerung der Fiskalpolitik nach der bevorstehenden Parlamentswahl. Zwar gilt das Kabinett von Premierministerin Sanae Takaichi als das populärste seit den Anfangsjahren von Shinzo Abe, und die Regierungskoalition dürfte ihre Mehrheit voraussichtlich weiter ausbauen. Thieliant sieht darin jedoch keinen Garant für neue Konjunkturprogramme. Der bereits 2025 verabschiedete umfangreiche Nachtragshaushalt - mit Steuererleichterungen und Energiepreisstützen - habe den Spielraum und die Notwendigkeit für zusätzliche fiskalische Impulse deutlich verringert.
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