Bayer-Aktie im Aufwind: Pharma-Sparte wieder auf Wachstumskurs

Bayer sieht die Pharmasparte wegen des Erfolgs noch junger Medikamente und geplanter Verkaufsstarts neuer Arzneien wieder auf Wachstumskurs.
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"Wir haben jetzt fünf große Blockbuster-Kandidaten", sagte der Chef der Pharmasparte Stefan Oelrich im Zuge der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. In den kommenden Jahren bis in die 2030er Jahre hinein erwartet der Manager auch daher "extrem gutes" Wachstum.
Oelrich setzt dabei unter anderem auf einen fortgesetzten Erfolg des Prostatakrebs-Medikaments Nubeqa sowie von Kerendia gegen die chronische Nierenerkrankung und eine bestimmte Form der Herzinsuffizienz. Große Hoffnungen liegen zudem auf dem Blutgerinnungshemmer Asundexian in der Schlaganfallprävention, nachdem Daten einer zulassungsrelevanten Studie im November überzeugt und damit auch den Aktienkurs angetrieben hatten.
In drei Wochen sollen die detaillierten Studiendaten veröffentlicht werden, so Oelrich. Dann kann auch das Marktpotenzial besser abgeschätzt werden. Die Analysten Christian Faitz und David Evans von Kepler Cheuvreux schrieben erst jüngst, dass sie sowie Branchenexperten insgesamt wohl im Falle eines "ordentlichen" Ergebnisses von einem erreichbaren Jahresumsatz von einer Milliarde Euro ausgingen. Bei "exzellenten" Studienresultaten wäre sogar zwei Milliarden Euro denkbar.
Damit würde sich die Belebung des Pharmageschäfts fortsetzen, auf das viele Analysten wegen der Belastungen durch das Auslaufen von Patenten auf die Kassenschlager Xarelto, einen Blutgerinnungshemmer, Eylea, ein Augenmedikament, lange skeptisch geschaut hatten. Die lange Zeit angenommene Patentklippe erscheine mittlerweile nur noch wie eine kleinere Unebenheit auf eine Straße, so die Kepler-Experten.
Im noch jungen Jahr 2026 liegt das DAX-Papier knapp neun Prozent vorn, nachdem der Kurs 2025 um mehr als 90 Prozent zugelegt hatte. Neben den verbesserten Perspektiven für die Pharmasparte hatte dabei auch die Hoffnung eine Lösung in den US-Rechtsstreitigkeiten rund um den Unkrautvernichter Glyphosat Rückenwind geliefert.
Bayer-Aktie im Aufwind
Die Aktien von Bayer haben am Mittwoch erstmals seit Herbst 2023 wieder mehr als 40 Euro gekostet und damit ihr Jahresplus 2026 auf 10 Prozent ausgebaut. Der DAX-Konzern sieht die Pharmasparte wegen des Erfolgs noch junger Medikamente und geplanter Verkaufsstarts neuer Arzneien 2027 wieder auf Wachstumskurs.
Im XETRA-Handel notierte die Bayer-Aktie letztlich 7 Prozent höher bei 41,67 Euro.
"Wir haben jetzt fünf große Blockbuster-Kandidaten", sagte der Sparten-Chef Stefan Oelrich im Zuge der Healthcare-Konferenz von JPMorgan der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. In den kommenden Jahren bis in die 2030er Jahre hinein erwartet der Manager auch daher "extrem gutes" Wachstum.
Nach einem jahrelangen Kursrutsch seit 2015 hatten Bayer-Aktien im April 2025 die bis dato anhaltende Erholung eingeläutet. Untermauert wurde die Erholung gegen Ende 2025 auch durch immer mehr Optimismus für einen Ausweg aus der Glyphosat-Misere.
Bayer kann sich Hoffnung auf ein günstiges Grundsatzurteil des höchsten US-Gerichts im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter machen, seit der sogenannte Solicitor General - eine Art Generalanwalt der US-Regierung - den Antrag des Konzerns auf Prüfung eines Falls durch den US Supreme Court unterstützt hatte. Es geht um die Frage, ob Bundesrecht zu Warnhinweisen beim Glyphosat-Verkauf über dem Recht von Bundesstaaten steht.
Die Glyphosat-Causa belastet Bayer seit der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto im Jahr 2018. Die Rechtsstreitigkeiten wegen angeblicher Krebsrisiken haben schon viele Milliarden Euro gekostet und den Aktienkurs stark belastet.
/mis/err/stk
SAN FRANCISCO/BERLIN (dpa-AFX)
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