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Hybrid replizierende ETFs: Funktionsweise und Vorteile einfach erklärt

14.01.26 22:44 Uhr

Hybrid replizierende ETFs einfach erklärt: So funktionieren sie | finanzen.net

Hybrid replizierende ETFs: Eine Kombination aus zwei Strategien, die Anlegern neue Möglichkeiten eröffnet. Was genau dahinter steckt und warum sie an Bedeutung gewinnt.

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• ETFs, die die physischen und synthetischen Anteile kombinieren
• Effizientere Indexabbildung durch hybride Replikation
• Die Vorteile von zwei Replikationsmethoden nutzen und so die Effizienz steigern

ETFs, also börsengehandelte Indexfonds, sind kostengünstige und leicht zugängliche Finanzprodukte, die darauf abzielen, die Wertentwicklung eines festgelegten Index nachzubilden. Die Methode, mit der ein ETF den Index abbildet, wird Replikationsmethode genannt und umfasst drei Varianten: physisch, synthetisch und hybrid.

Was sind hybrid replizierende ETFs?

Hybride ETFs kombinieren die Vorteile physischer und synthetischer Fonds. Statt sich ausschließlich auf den Kauf von Aktien zu stützen oder nur Swap-Geschäfte zu nutzen, wählen sie je nach Markt die effizientere Methode.

Physisch replizierende ETFs bilden einen Index nach, indem sie Investitionen in die im Index enthaltenen Aktien oder Anleihen tätigen. Statt die Indexwerte direkt zu kaufen, spiegelt ein synthetischer ETF die Entwicklung über Swaps wider - eine indirekte Methode der Indexabbildung. Die hybride Replikation ermöglicht eine effizientere Abbildung von Indizes.

Aufgrund von Steuervorteilen bei US-Aktien können ETFs manchmal besser als ihr Vergleichsindex abschneiden. Auch für den chinesischen Aktienmarkt ist ein synthetischer Anteil praktisch, weil viele A-Aktien, die an den Börsen Shenzhen und Shanghai notiert sind, so oft günstiger nachgebildet werden können, erklärt extraETF.

In gut zugänglichen Märkten wie Europa oder Japan kaufen diese ETFs die Indexbestandteile meist direkt - ähnlich wie klassische physische Fonds. Für schwer zugängliche Märkte, wie bestimmte US-Aktien, greifen sie dagegen auf Swaps zurück. So lassen sich etwa Quellensteuern auf Dividenden vermeiden oder Märkte abbilden, deren Aktien sonst nur schwer handelbar wären. Das Ergebnis: Hybride ETFs kombinieren die Transparenz und Übersichtlichkeit von physischen Anlagen mit den Steuer- und Effizienzvorteilen von Märkten, die synthetisch nachgebildet werden.

Chancen von hybrid replizierenden ETFs

Durch die Kombination aus physischer als auch synthetischer Replikation, nutzen hybrid replizierende ETFs die Stärken beider Methoden und minimieren so deren individuelle Nachteile.

Bei Indizes wie dem S&P 500 tauschen Swap-ETFs die Indexrendite mit einem Finanzpartner, statt die Aktien direkt zu kaufen - dadurch fällt keine Quellensteuer auf Dividenden an, was langfristig zu leicht höheren Renditen bei synthetischen ETFs führen kann, so justETF.

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Bitte lesen Sie den Prospekt des OGAW und das Basisinformationsblatt des Fonds, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen.

Risiken von hybrid replizierenden ETFs

Hybride ETFs bieten mehr Einblicke als rein synthetische ETFs, doch einige Teile des Portfolios können verborgen bleiben - die volle Transparenz physischer ETFs erreichen sie nicht.

Laut der Europäischen Zentralbank tragen ETF-Anleger neben Markt- und Liquiditätsrisiken auch ein Kontrahentenrisiko, wenn der Fonds Derivate einsetzt oder Wertpapiere verleiht. Bei synthetischen ETFs tauscht der Fonds die Rendite eines Wertpapierkorbs über Swaps gegen die eines Vergleichsindex. Kommt der Swap-Partner seinen Verpflichtungen nicht nach, können Anleger Verluste erleiden.

Auch physische ETFs sind beim Verleihen von Aktien nicht völlig sicher: Leistet der Leihpartner seine Zahlungen nicht, drohen Verluste für den Fonds.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Shutterstock, Imagentle / Shutterstock.com

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