DAX beendet Handel im Plus -- Wall Street letztlich höher -- Eli Lilly plant wohl Abivax-Übernahme -- NVIDIA, VW, Mercedes, Novo Nordisk, Rüstungsaktien, Amazon, DroneShield, Airbus, BYD im Fokus
Apple-KI-Deal bringt Alphabet über 4 Billionen USD Börsenwert. Nestlé-Aktie: Rückruf bestimmter Babynahrung in der Kritik. Machtkampf in Washington: Fed-Chef Powell wehrt sich gegen Trumps "Einschüchterung". Alibaba, Meituan und JD.com mit Kursplus: China will Preiskampf eindämmen. QIAGEN: Punktlandung 2025 und optimistischer Ausblick auf 2026.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex begann die Woche mit Gewinnen.
Der DAX ging zunächst marginal niedriger in die neue Handelswoche. Gegen Mittag drehte er deutlicher ins Plus, wo er bis Handelsende verweilte. Mit einem Tageshoch von 25.421,42 Zählern konnte das Börsenbarometer noch eine neue Bestmarke erreichen und erstmals in seiner Geschichte über der 25.400er-Marke notieren. Er beendete den Tag 0,57 Prozent stärker bei 25.405,34 Zähler - ein Rekordschlussstand.
Der TecDAX gewann auch weiterhin leicht hinzu, nachdem er minimal fester in den Handel eingestiegen war. Er schloss 0,37 Prozent höher bei 3.834,21 Zählern.
Die jüngsten Spannungen im Iran sowie der offene Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und Fed-Chef Jerome Powell dämpften die Risikofreude nur anfänglich.
Portfoliomanager Thomas Altmann (QC Partners) sprach laut dpa-AFX von einem "fulminanten Jahresstart", warnte jedoch, dass der DAX nun technisch überkauft sei. Mit Blick auf die beginnende Berichtssaison zum vierten Quartal 2025 stehe nun die "Woche der Wahrheit" bevor - erst steigende Unternehmensgewinne könnten die hohen Kurse rechtfertigen.
Trotz geopolitischer Risiken hat der DAX seine typische Januar-Stärke bestätigt. Haupttreiber bleibt die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Belebung 2026, gestützt durch ein großes Infrastrukturprogramm.
Auch US-Daten sorgen für Rückenwind: Der schwächere Arbeitsmarktbericht aus den USA nährt die Erwartung, dass die Fed ihren Zinssenkungskurs 2026 stärker fortsetzen könnte, so VP-Bank-Chefökonom Thomas Gitzel.
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Europas Börsen bewegten sich am Montag leicht nach oben.
Der EURO STOXX 50 verlor zur Eröffnung noch minimal. Im Anschluss konnte das Börsenbarometer etwas ins Plus steigen. Sein Schlussstand: 6.010,35 Punkte (+0,21 Prozent).
Zum Wochenbeginn zeigten sich die europäischen Aktienmärkte verhalten und traten in eine Konsolidierungsphase ein.
Für Unruhe sorgte erneut die politische Einflussnahme auf die US-Notenbank. Laut Fed-Chef Jerome Powell hat die Zentralbank eine Vorladung des US-Justizministeriums erhalten - offiziell wegen eines 2,5 Milliarden Dollar teuren Umbaus der Fed-Zentrale in Washington. Powell sprach jedoch von einem "Vorwand" und sieht darin den Versuch, Druck auf die Notenbank auszuüben, um schnellere Zinssenkungen zu erzwingen.
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An der Wall Street ging es am Montag leicht nach oben.
Der Dow Jones ging mit einem Abschlag in die neue Handelswoche und verharrte auch anschließend zunächst knapp in der Verlustzone. Im Verlauf konnte er sich jedoch über die Nulllinie vorarbeiten. Letztendlich verzeichnete er Gewinne in Höhe von 0,17 Prozent bei 49.590,14 Punkten.
Auch der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung mit einem Minus und machte anschließend leichte Gewinne. Er schloss den Handelstag 0,26 Prozent stärker bei 23.733,90 Einheiten ab.
Die US-Börsen konnten am Montag ihre anfänglichen Verluste im Tagesverlauf wettmachen und notierten letztlich leicht im Plus. Zuvor hatte der eskalierende Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und Notenbankchef Jerome Powell die Stimmung belastet. Zusätzlich sorgten Trumps Drohungen gegen große Kreditkartenunternehmen wegen ihrer Zinspraktiken für Verunsicherung am Markt.
Nach Angaben Powells hat das US-Justizministerium der Notenbank am Freitag Vorladungen zugestellt und mit einer Anklage gedroht. Hintergrund sind Vorwürfe, Powell habe im Zusammenhang mit der seit Jahren laufenden Sanierung von Fed-Gebäuden in Washington vor dem Senat falsche Angaben gemacht. Zusätzlich erhöht Trump den Druck auf große Kreditkartenanbieter und droht ihnen wegen ihrer Zinspolitik. "Damit ist eine weitere Eskalationsstufe in Trumps Bestreben erreicht, die Fed nach seinen Vorstellungen umzubauen", hieß es dazu in einem Kommentar der DZ Bank. Der Präsident drängt bereits seit längerem vehement auf eine schnellere Senkung des Leitzinses.
Die wichtigsten asiatischen Börsen notieren am Montag im Plus.
In Tokio gewann der Nikkei 225 am Freitag letztlich 1,61 Prozent auf 51.939,89 Punkte. Am Montag bleibt er jedoch wegen eines Feiertages geschlossen.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite letztendlich um 1,09 Prozent auf 4.165,29 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong wies schlussendlich ein Plus von 1,44 Prozent auf 26.608,48 Einheiten aus.
Die Aktienmärkte in Ostasien waren am Montag freundlich in die neue Woche gestartet. In vielen Regionen legten die Indizes im Zuge der guten Vorgaben von der Wall Street vom Freitag zu, auch wenn die Handelsumsätze wegen eines Feiertags in Tokio gering blieben. Besonders stark zeigte sich Südkoreas Leitindex Kospi auf dem Weg zu einem Allzeithoch.
Technologie- und Chipaktien gehören weiterhin zu den Favoriten, gestützt durch die anhaltende Nachfrage im Bereich künstlicher Intelligenz und Halbleitersektor.
Geopolitische Spannungen - etwa Proteste im Iran, das US-Eingreifen in Venezuela, diplomatische Streitigkeiten zwischen China und Japan oder Diskussionen um Grönland - haben die Stimmung an den Börsen bisher kaum gedämpft. Anleger bleiben optimistisch gestimmt und fokussieren sich stärker auf wirtschaftliche Entwicklungen und Fundamentaldaten.
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