KI-Rechenzentrum Prometheus

Aktien von Vistra und Oklo springen hoch: Meta sichert sich Kernenergie-Partnerschaften

09.01.26 17:02 Uhr

NYSE-Aktien Vistra und Oklo mit Kurssprung: Kernenergie-Deal mit Meta beflügelt | finanzen.net

Meta hat am Freitag die Unterzeichnung von Kooperationsverträgen mit drei Unternehmen aus dem Kernenergiesektor verkündet.

Werte in diesem Artikel

• Meta investiert in nukleare Energieversorgung
• Partnerschaften sollen Energiebedarf der KI-Infrastruktur von Meta decken
• Aktien profitieren kräftig von Meta-Deal

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Massive Investitionen in nukleare Energieversorgung

Bei den Unternehmen handelt es sich um Vistra, TerraPower und Oklo. Die Partnerschaften sollen die Stromversorgung für das Prometheus-Rechenzentrum des Tech-Konzerns gewährleisten, das derzeit in New Albany im US-Bundesstaat Ohio entsteht. Konkrete Angaben zu den finanziellen Konditionen der Abkommen wurden von dem Social-Media-Riesen nicht gemacht, wie CNBC berichtet.

An den Börsen löste die Nachricht deutliche Kurssprünge aus: Die Aktien von Vistra legen an der NYSE zeitweise um 13,49 Prozent auf 170,92 US-Dollar zu, während Oklo-Papiere um 13,31 Prozent auf 110,68 US-Dollar nach oben schnellen. Die Meta Platforms-Aktie zeigt sich derweil an der NASDAQ nur 0,81 Prozent fester bei 651,30 US-Dollar.

Prometheus als Herzstück der KI-Strategie

Meta-Gründer Mark Zuckerberg hatte das Prometheus-System bereits im Juli vorgestellt und es als zentrale Komponente für die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen KI-Technologien bezeichnet. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2026 vorgesehen.

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Die drei Energiepartnerschaften sollen nach Unternehmensangaben bis zum Jahr 2035 eine zusätzliche Kapazität von 6,6 Gigawatt bereitstellen - eine Leistung, die den gesamten Strombedarf des Bundesstaates New Hampshire übersteigt.

"Modernste Rechenzentren und KI-Infrastruktur sind unerlässlich, um Amerikas Position als globaler KI-Führer zu sichern", erklärte Joel Kaplan, Leiter der Abteilung für politische Angelegenheiten bei Meta, laut CNBC in einer Stellungnahme.

Verschiedene Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsphasen

Bei der Zusammenarbeit mit Vistra will Meta bestehende Atomkraftwerke in Ohio und Pennsylvania durch finanzielle Unterstützung länger betriebsfähig halten und deren Produktionskapazitäten ausbauen. Die Vorhaben von TerraPower und Oklo befinden sich dagegen noch im Aufbau.

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Meta rechnet damit, dass durch die Vereinbarungen mehrere tausend Stellen im Bausektor sowie mehrere hundert dauerhafte Betriebsarbeitsplätze entstehen werden.

Teil einer umfassenderen Energiestrategie

Die aktuellen Verträge reihen sich in Metas größere Bemühungen ein, ausreichend Energie für die Entwicklung von Superintelligenz zu beschaffen - einer KI-Form, die menschliche Fähigkeiten in zahlreichen Bereichen deutlich übertreffen soll.

Der Konzern aus Menlo Park folgt damit einem Trend unter großen Technologieunternehmen: Meta, Amazon und Google hatten im März gemeinsam eine Übereinkunft unterzeichnet, die weltweite Kernenergieerzeugung bis 2050 zu verdreifachen.

Bereits im Juni hatte Meta einen 20-jährigen Vertrag mit Constellation Energy abgeschlossen, der ab 2027 die Belieferung mit Atomstrom aus dem Clinton Clean Energy Center in Illinois vorsieht.

Details zu den einzelnen Partnerschaften

Die Vereinbarung mit TerraPower umfasst die Finanzierung zweier Nuklearenergie-Anlagen, deren Betriebsaufnahme für 2032 geplant ist. Zudem sichert sich Meta Optionen auf Energie aus bis zu sechs weiteren TerraPower-Projekten, die bis 2035 ans Netz gehen sollen. Oklos fortschrittlicher Nukleartechnologie-Standort in Pike County, Ohio, soll laut den Planungen bereits 2030 produktiv werden.

Verbindung zu OpenAI

Eine interessante Randnotiz: OpenAI-Mitbegründer Sam Altman zählt zu den Hauptinvestoren von Oklo. Wie CNBC unter Berufung auf FactSet-Daten berichtet, hielt er zum Handelsschluss am Donnerstag 4,3 Prozent der Anteile mit einem Marktwert von etwa 650 Millionen US-Dollar. Oklo war 2024 über eine von Altman mitinitiierte SPAC an die Börse gegangen.

Im April legte Altman seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender von Oklo nieder, um dem Unternehmen die Kundenakquise bei OpenAI-Konkurrenten zu erleichtern.

Redaktion finanzen.net

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02.12.2025Meta Platforms (ex Facebook) OutperformRBC Capital Markets
04.11.2025Meta Platforms (ex Facebook) KaufenDZ BANK
30.10.2025Meta Platforms (ex Facebook) BuyUBS AG
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02.02.2023Meta Platforms (ex Facebook) HaltenDZ BANK
27.10.2022Meta Platforms (ex Facebook) NeutralJP Morgan Chase & Co.
28.07.2022Meta Platforms (ex Facebook) NeutralJP Morgan Chase & Co.
21.07.2022Meta Platforms (ex Facebook) NeutralJP Morgan Chase & Co.
29.06.2022Meta Platforms (ex Facebook) NeutralJP Morgan Chase & Co.
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12.05.2022Meta Platforms (ex Facebook) HoldHSBC
05.12.2019Facebook ReduceHSBC
31.01.2019Facebook SellPivotal Research Group
31.10.2018Facebook SellPivotal Research Group
12.10.2018Facebook SellPivotal Research Group

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