NVIDIA-Aktie: Warum der einzige Wall-Street-Bär an seiner Verkaufsempfehlung festhält

Ein Seaport-Research-Analyst bleibt der einzige an der Wall Street mit einer Verkaufsempfehlung für NVIDIA. Für 2026 verdoppelt er seinen bearischen Standpunkt.
Werte in diesem Artikel
• Seaport-Analyst Jay Goldberg ist der einzige an der Wall Street mit einer Verkaufsempfehlung für NVIDIA
• Goldberg erklärt eine Short-Position auf NVIDIA zu seiner Top-Idee für 2026
• Goldberg erwartet, dass einige Custom-Chip-Programme von Konkurrenten 2026 Früchte tragen
Wall Streets einziger NVIDIA-Bär bekräftigt seine Position
Seaport-Research-Analyst Jay Goldberg hat seine Verkaufsempfehlung für NVIDIA bekräftigt und die Aktie zu seiner Top-Idee für 2026 erklärt - allerdings als Short-Position. Wie MarketWatch am 15. Dezember 2025 berichtete, ist Goldberg der einzige Analyst an der Wall Street, der eine Verkaufsempfehlung für den Chipkonzern ausspricht.
Die bearische Einschätzung hat sich bislang nicht bewahrheitet: Die NVIDIA-Aktie ist seit Goldbergs Coverage-Start Ende April 2025 deutlich gestiegen. Dennoch hält der Analyst an seiner Position fest. Der KI-Handel sei langsam "in die Jahre gekommen", sagte Goldberg gegenüber MarketWatch. Während NVIDIAs Umsätze und Aktienkurs dank der führenden Position im aktuellen KI-Boom in die Höhe geschossen seien, werde es für die Kunden des Unternehmens immer schwieriger, sich NVIDIAs Angebote zu leisten.
Wachsende Konkurrenz und hohe Kundenausgaben als Risikofaktoren
Goldberg verweist auf die massiven Investitionsausgaben bei NVIDIAs größten Kunden wie Meta und Alphabet. Es handele sich jedoch um einen sehr engen Kundenkreis, der diese Ausgaben tätige. Es sei nur natürlich, dass diese Kunden irgendwann hinterfragen würden, warum sie so viel ausgeben, so der Analyst.
Gleichzeitig verstärkten diese Kunden ihre Bemühungen, eigene Chips zu entwickeln, um die Abhängigkeit von NVIDIA zu reduzieren. Goldberg erwartet, dass einige dieser Chip-Programme in 2026 Früchte tragen werden. Die wachsende Begeisterung für Custom Chips habe bereits Broadcom beflügelt, das anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs) gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt. Als Beispiel nannte der Analyst Googles Gemini-3-Modell, das auf Googles Tensor Processing Units (TPUs) trainiert wurde - Chips, die Google seit über einem Jahrzehnt gemeinsam mit Broadcom entwickelt.
Goldberg bleibt bei Broadcom bullisch, bei NVIDIA bearisch
Goldbergs bullische Einschätzung für Broadcom hat sich bislang bewährt. Obwohl der Analyst weiterhin eine Kaufempfehlung für Broadcom ausspricht und erwartet, dass der Custom-Chip-Hersteller weiterhin gut abschneiden werde, sei er von seiner negativen Einschätzung zu NVIDIA noch überzeugter, sagte er gegenüber MarketWatch.
Auch AMD sieht Goldberg als Alternative für Kunden. Einige AMD-Produkte seien zwar nicht so gut wie die von NVIDIA, aber wenn man den günstigeren Preis berücksichtige und die Rechenleistung pro Dollar betrachte, werde AMD plötzlich als Alternative deutlich interessanter.
Goldberg äußerte zudem Bedenken über die verflochtenen Beziehungen zwischen NVIDIA und seinen Kunden. Er verwies auf NVIDIAs Quartalsbericht vom November 2025, in dem das Unternehmen mitteilte, dass sich seine Cloud-Service-Vereinbarungen gegenüber dem Vorjahr verdoppelt hätten. Die mehrjährigen Verpflichtungen beliefen sich demnach auf 26 Milliarden US-Dollar - gegenüber 11,3 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Diese Vereinbarungen seien effektiv Rabatte, so der Analyst, was auf wachsenden Wettbewerbsdruck hindeute.
Laut TipRanks hält NVIDIA derzeit ein Strong-Buy-Konsensrating, basierend auf 39 Kaufempfehlungen und einer Halten-Empfehlung. Goldberg bleibt mit seiner Verkaufsempfehlung der einzige Analyst mit einer bearischen Einschätzung.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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