Neue Skalierungstechnologien: Ethereum-Mitgründer Buterin sieht Trilemma als gelöst an

Dezentralisierung, Sicherheit und Skalierbarkeit in Einklang zu bringen gilt als das Trilemma der Blockchain. Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin sieht dies nun als technisch gelöst an.
Werte in diesem Artikel
• Blockchain-Trilemma aus Dezentralisierung, Sicherheit und Skalierbarkeit
• Ethereum-Mitgründer Buterin sieht Trilemma als gelöst an
• Bis zur vollständigen Umsetzung wird es noch dauern
Das Blockchain-Trilemma, welches seit Jahrzehnten diskutiert wird, beschreibt die miteinander in Konflikt stehenden Kernforderungen an die Blockchain: Sicherheit, Skalierbarkeit und Dezentralisierung. So soll eine hohe Sicherheit gewährleisten, dass aufgezeichnete Daten stets unveränderlich und fälschungssicher sind. Starke Sicherheitsmechanismen können jedoch die Skalierbarkeit und auch die Dezentralisierung negativ beeinflussen.
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Bei der Skalierbarkeit geht es darum, das Blockchain-Netzwerk effizient zu machen und schnelles Wachstum zu ermöglichen, damit eine steigende Anzahl an Transaktionen verarbeitet werden kann. Ein zunehmendes Transaktionsvolumen kann jedoch die Dezentralisierung beeinträchtigen, ein Problem, welches insbesondere dem Proof-of-Stake-System Ethereum nicht fremd ist.
Schließlich soll die Dezentralisierung sicherstellen, dass die Kontrolle über das Netzwerk nicht bei einer einzelnen Entität liegt. Allerdings kann eine sehr starke Dezentralisierung wiederum die Skalierbarkeit herabsetzen und die Transaktionszeiten verlängern.
Ethereum-Mitgründer Buterin sieht Trilemma als gelöst an
Dieses Trilemma sieht Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin nun als technisch gelöst an, wie er in einem X-Beitrag erklärt. So habe die Kombination aus Zero-Knowledge-Virtual Machines (ZK-EVMs) und PeerDAS die technische Grundlage von Ethereum grundlegend verändert und zu einem Strukturwandel des Netzwerk geführt. Bis diese Architektur jedoch vollständig und sicher umgesetzt sei dürfte es noch bis nach 2030 dauern, weshalb Buterin gleichzeitig zu Geduld mahnte.
Now that ZKEVMs are at alpha stage (production-quality performance, remaining work is safety) and PeerDAS is live on mainnet, it's time to talk more about what this combination means for Ethereum.
- vitalik.eth (@VitalikButerin) January 3, 2026
These are not minor improvements; they are shifting Ethereum into being a…
Wie BTC-Echo erklärt, sei es mithilfe von ZK-EVMs möglich, Transaktionen und Smart Contracts kryptografisch zu verifizieren, ohne sämtliche Daten offenlegen zu müssen. Gleichzeitig sorge PeerDAS dafür, dass große Datenmengen effizient über das Netzwerk verteilt werden könnten, ohne die Sicherheit von dezentralen Ledgern zu kompromittieren.
Buterin sieht in der neuen Architektur eine Art "BitTorrent mit Konsens". So kann Ethereum künftig auch unter Aufrechterhaltung eines globalen Konsensmechanismus Datenmengen verarbeiten, wie es große File-Sharing-Netzwerke können, womit das Blockchain-Trilemma gelöst sei.
Sicherheitsreife noch nicht ganz erreicht
Wie der Ethereum-Mitgründer jedoch zu bedenken gibt, sei die finale Sicherheitsreife der neuen Architektur noch nicht erreicht, auch wenn Teile der neuen Struktur bereits live im Mainnet wären. So schätzt Buterin, dass die ZK-EVMs erst zwischen 2027 und 2030 zur dominanten Methode für die Blockvalidierung eingesetzt würden.
Auf lange Sicht sei es laut Buterin die Ideallösung, dass ein vollständiger Block "niemals an einem einzigen Ort gebildet wird". Dies sei zwar noch lange Zeit nicht notwendig, es lohne sich jedoch seiner Einschätzung nach ein solches Ideal anzustreben. Bis dies erreicht sei, strebe man bereits jetzt an, die "maßgebliche Autorität beim Blockaufbau" so weit wie möglich zu verteilen. Auf diese Weise würde das Risiko einer zentralisierten Beeinträchtigung der Echtzeit-Transaktionsaufnahme vermindert und gleichzeitig schaffe man ein besseres Umfeld für geografische Fairness.
Redaktion finanzen.net
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