Neue KI-Ära voraus?

NVIDIA-Aktie im Blick: Das ist über die nächste Chipgeneration Vera Rubin bekannt

16.01.26 23:15 Uhr

NVIDIA-Aktie: Neue Chips, neue Hoffnung? Das plant der NASDAQ-Konzern mit Vera Rubin | finanzen.net

Mit Vera Rubin kündigt der US-Techkonzern NVIDIA eine neue Chipgeneration für den Einsatz in KI-Rechenzentren an. Was bisher über den "Superchip" bekannt ist.

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• Rubin ist eine integrierte Plattform aus sechs Chips für KI-Rechenzentren
• NVIDIA stellt Effizienzsprünge bei Training und Token-Kosten in Aussicht
• Laut Pressemitteilung ist die neue Generation bereits in Produktion, der Marktstart rückt näher

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Mehr als ein Chip: Neue Plattform für KI-Rechenzentren

Aus einer Unternehmensmitteilung von NVIDIA geht hervor, dass Rubin nicht als einzelner Prozessor konzipiert ist, sondern als vollständige Plattform. Sie kombiniert sechs neue Bausteine, darunter die Vera-CPU, die Rubin-GPU sowie spezialisierte Netzwerk- und Datenverarbeitungschips - alles mit dem Ziel, alle zentralen Komponenten eines KI-Systems eng aufeinander abzustimmen und so Engpässe zwischen Rechenleistung, Speicher und Datenübertragung zu reduzieren.

NVIDIA verfolge bewusst einen Plattformansatz, berichtet Mashable. Im Zentrum steht dabei der sogenannte Vera-Rubin-Superchip, der eine CPU mit zwei GPUs verbindet und als Herzstück größerer KI-Systeme dienen soll. Benannt ist die Architektur nach der Astronomin Vera Rubin, deren Forschung wesentlich zum Verständnis der Dunklen Materie beigetragen hat.

Mehr Leistung und geringere Kosten? Was der neue Superchip verspricht

Welche Leistungsdimensionen NVIDIA mit Rubin anstrebt, machte Konzernchef Jensen Huang in einem Interview mit CNBC deutlich: Demnach soll Rubin beim Training großer KI-Modelle einen rund vierfachen Leistungssprung gegenüber der vorherigen Blackwell-Generation ermöglichen.

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"Was früher vier Monate dauerte, kann nun in etwa einem Monat erledigt werden", erklärte Huang.

Zugleich verspricht der Chipkonzern deutliche Fortschritte bei den sogenannten Token-Kosten, also den Rechenkosten pro erzeugter KI-Ausgabe. Laut Huang könne Rubin diese Kosten im Vergleich zu Blackwell um den Faktor zehn senken. NVIDIA selbst spricht davon, dass schnellere Verarbeitung und höhere Energieeffizienz unmittelbar zu geringeren Betriebskosten führen sollen - insbesondere im Dauerbetrieb großer KI-Systeme.

Produktionsstatus und Zeitplan: Was sicher ist und was offen bleibt

Informationen zum Produktionsstatus hat der US-Chipkonzern bereits veröffentlicht. Demnach befindet sich die Vera-Rubin-Plattform bereits in voller Produktion. Erste Systeme werden dem Bericht zufolge derzeit in Laboren von KI-Unternehmen getestet, während der offizielle Marktstart für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet wird.

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NVIDIA selbst bestätigte darüber hinaus, dass Rubin-basierte Produkte im Laufe des Jahres verfügbar sein sollen. Ein genauer Zeitpunkt oder konkrete Stückzahlen wurden bislang jedoch nicht genannt.

Wie Mashable unter Berufung auf Branchenbeobachter schreibt, ist bei Chips dieser Komplexität ein schrittweiser Hochlauf üblich, bei dem Produktion und Validierung parallel erfolgen.

Mehr Daten: Speicher als möglicher Engpass

Mit der steigenden Rechenleistung wächst nämlich der Bedarf an Speicher und Datendurchsatz. Darauf weist ein Bericht von Forbes hin. Demnach könnte Rubin die Nachfrage nach Hochleistungsspeicher wie HBM und nach schneller Datenspeicherung weiter anheizen, da leistungsfähigere KI-Systeme deutlich größere Datenmengen verarbeiten und vorhalten müssen.

NVIDIA selbst verweist in seinen Unterlagen auf neue, KI-native Speicheransätze, die speziell für lange Kontexte und hohe Token-Raten ausgelegt sind. Ziel sei es, Daten effizienter zwischen Recheneinheiten und Speicherebenen zu bewegen.

Ob dies ausreicht, um bestehende Engpässe bei Speicher und Storage spürbar zu entschärfen, bleibt abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

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